Ex-Spieler von Runjaic nach München?

Karim Matmour: So tickt der Bald-Löwe

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Dynamisches Kopfballduell: Karim Matmour (r.) kontra Julian Weigel. Die Szene stammt aus dem Jahr 2014, Kaiserslautern schlug 1860 mit 3:2.

München – Karim Matmour ist der dritte Spieler, den der TSV 1860 München für die neue Saison verpflichtet. So tickt der Mittelfeldmann, den Kosta Runjaic bestens kennt.

Kosta Runjaic weiß, was er an Karim Matmour hätte. Schließlich setzte der neue 1860-Trainer zwei Jahre lang auf den gebürtigen Straßburger mit algerischem Pass. Beim 1. FC Kaiserslautern war das, der Mittelfeldspieler bestritt 56 Punktspiele (2013 bis 2015) unter Runjaic’ Regie. Jüngsten Meldungen zufolge spricht einiges dafür, dass es für die beiden ein Wiedersehen in München gibt. Matmour, so heißt es, wechselt von Huddersfield Town, Christopher Schindlers künftigem Klub, zum TSV 1860.

Der 31-Jährige hat den Großteil seiner durchaus ansehnlichen Karriere in deutschen Profiligen verbracht. Für den SC Freiburg, Eintracht Frankfurt und 1. FC Kaiserslautern bestritt er insgesamt 163 Zweitliga-Partien (21 Tore), in der 1. Liga war er 101 Mal (5 Tore) für Mönchengladbach (2008 bis 2011) im Einsatz. Zudem brachte es Matmour auf 25 Länderspiele für Algerien (drei davon bei der WM 2010).

Im vergangenen Oktober ließ sich Matmour auf ein Kurzengagement in Kuwait bei Al-Arabi ein, zerkrachte sich mit dem dortigen Manager und unterschrieb im Februar bis zum Saisonende bei Huddersfield Town. Dort profilierte sich der Algerier als verlässliche Kraft (16 Saisonspiele). „Ein wichtiger Spieler mit gutem Charakter“, sagte Paul Ogden, BBC-Reporter und Huddersfield-Experte, gegenüber unserer Zeitung: „Matmour war auch bei den Fans populär.“

Der deutsche Huddersfield-Trainer David Wagner, früher als U-23-Coach bei Borussia Dortmund, hätte ihn gern behalten, der Zweitliga-Verein (letzte Saison: 19. unter den 24 Klubs) konnte sich mit dem Legionär jedoch finanziell nicht einigen. BBC-Reporter Ogden schätzt die Fähigkeiten Matmours so ein: „In der Zweiten Bundesliga kann er sicher eine gute Rolle spielen.“

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