Rückschlag für 1860, aber ...

Kommentar: Bitte ruhig bleiben, liebe Löwen-Fans! 

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Die Fans sind wichtig, um den TSV 1860 auf seinem Weg in eine bessere Zukunft zu unterstützen, findet Reporter Florian Weiß.

München - Nach der Heim-Niederlage gegen Union Berlin trauert manch ein Fan des TSV 1860 der verpassten Chance auf Rang zwei nach und malt schwarz. Doch das ist nicht angebracht. Der Kommentar von Redakteur Florian Weiß.

Ein 1:2 gegen Union Berlin zu Hause bei strömendem Regen vor 19.300 Zuschauern - ein tristes Bild, das an die vergangenen beiden Jahre beim TSV 1860 erinnert. Eines, das sinnbildlich für den taumelnden Löwen stehen könnte, der in den Abstiegsstrudel gerät. Doch dieser Vergleich ist derzeit absolut unpassend und spiegelt nicht den Status quo wider. Auch ist unnötige Panik-Mache und Schlechtgerede jetzt fehl am Platz.

Blicken wir einmal auf die blanke Statistik. Die Löwen haben nach fünf Spielen sieben Punkte auf dem Konto, stehen mit 4:4 Treffern auf Rang neun. Heißt: gesichertes Mittelfeld. Mit Blick auf die vergangenen beiden Katastrophenjahre sollte jeder Fan damit zufrieden sein. Und: Es ist die beste Startbilanz seit drei Jahren. Hier der Vergleich der Bilanz nach je fünf Spieltagen:

Saison

Platzierung nach 5 Spielen

S

U

N

Tore

Punkte

Platzierung am Ende

2016/2017

9.

2

1

2

4:4

7

?

2015/2016

16.

0

2

3

2:5

2

15.

2014/2015

11.

1

2

2

7:10

5

16.

2013/2014

3.

3

0

2

6:5

9

7.

2012/2013

6.

2

3

0

6:2

9

6.

Nach den Beinahe-Abstiegen in den vergangenen beiden Spielzeiten kann das Ziel des TSV 1860 nur sein, die rote Zone der Tabelle möglichst auf Abstand zu halten - auch wenn man namhafte und qualitativ hochwertige Verstärkung an Bord geholt hat. 

Rang neun nach fünf Spieltagen nur durch eine unglückliche Heimniederlage gegen ein aufstrebendes Union als Grund zur erneuten Panikmache oder Schwarzmalerei zu sehen, ist nicht angebracht. Aber auch vor zu viel Euphorie sei gewarnt. Denn schon jetzt wieder nach Höherem zu streben (ich vermeide bewusst das Wort mit "A"), ist unangebracht.

Nicht vergessen: Die Planungen sind langfristig, es geht um Stabilisation. Rückschläge sind nach einem Neustart normal. Präsidium und Investor scheinen endlich an einem Strang zu ziehen und nicht nachtragend über Geschehnisse in der Vergangenheit zu sein. Es rührt sich was, auch mit Blick auf das Trainingsgelände.

Hasan Ismaik besucht das Trainingsgelände der Löwen

Die Entwicklung bei 1860 München sollte die Fans freuen

Außerdem ist die Leistung der Löwen auf dem Rasen vielversprechend und gibt Hoffnung. Dominant, zielstrebig, gewillt, den Gegner über 90 Minuten zu beschäftigen und zu agieren anstatt zu reagieren - das hat es lange nicht mehr gegeben bei den Blauen. Auch, dass Rückschläge wie ein früher Rückstand oder ein Ausgleich das System kaum mehr ins Wanken bringen, vermisste man in der Vergangenheit schmerzlich.

Ein Appell also an dieser Stelle an alle notorischen Nörgler: Gebt Sechzig Zeit und erfreut euch an der neuen Ruhe rund um den Verein. Tragt Euren Teil dazu bei!

Übrigens: Behalten die Löwen den Punkteschnitt von derzeit 1,4 pro Spiel bei, würde das rund 48 Punkte in der Endabrechnung bedeuten - das reichte in der vergangenen Saison zu einem entspannten und sicheren siebten Platz.

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