Gedankenspiele über mögliche Löwen-Rückkehrer

Kommt Okotie zurück zu 1860? Geht Wittek?

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Bei 1860 könnte sich das Personalkarussell zu drehen beginnen: Rubin Okotie (l.) könnte zurückkehren, während Maxi Wittek die Löwen verlässt.

München – Im Winter könnte sich erneut einiges tun beim TSV 1860: In den weißblauen Gedankenspielen tauchen auch einige alte Bekannte auf.

Es ist eine Hängepartie, die tief blicken lässt: Seit Monaten kämpfen die Löwen um einen Verbleib von Maximilian Wittek (21) – bislang ohne Erfolg. Selbst ein langfristiger Vertrag mit Erstligagehalt konnte den Linksverteidiger bislang nicht dazu bewegen, seinen auslaufenden Vertrag beim TSV 1860 zu verlängern. Aus Sicht des Spielers keine überraschende Entwicklung.

Der U 20-Nationalspieler hatte schon im Winter erklärt, dass er seinem Spezl Julian Weigl gerne in die Bundesliga folgen würde. Momentan stagniert Wittek in seiner Entwicklung, doch er soll auch nur mäßig überzeugt sein von den Möglichkeiten mit und beim Dino der 2. Liga. „Bild“ brachte ihn jetzt mit Hannover 96 in Verbindung. Dort wird eine Alternative für links hinten gesucht. Für 1860 wäre ein Wechsel im Winter die letzte Möglichkeit, jetzt noch eine Ablösesumme für das Eigengewächs zu kassieren.

Weitere Bauarbeiten am Kader entsprächen auch dem, was Präsident Peter Cassalette und Sportchef Thomas Eichin immer wieder ankündigen. Intern beschlossen ist, dass einige Spieler aus dem zu großen Kader gehen sollen – gleichzeitig hält Eichin Ausschau nach Verstärkungen. Wie unsere Zeitung erfuhr, spielen auch zwei Ex-Löwen eine Rolle in den Gedankenspielen: Rubin Okotie, 29, der prominentere Kandidat, wäre zu einer Rückkehr bereit; er ist in Chinas zweiter Liga nicht glücklich geworden. Beim anderen „Ex“, den Eichin auf dem Zettel hat, liegt die weißblaue Vergangenheit schon länger zurück. Sein Name: Thomas Meissner.

Auch Meissner und Wolf könnten zu 1860 zurückkehren

Thomas Meissner (l.) zu Duisburger Zeiten  im Zweikampf mit Robert Lewandowski.

Meissner, Innenverteidiger, stammt aus Schweinfurt und hat trotz seiner 25 Jahre schon eine kleine Vereins-Odyssee hinter sich: 1860 (bis 2009, B- und A-Junioren), Mainz, Dortmund II, Duisburg. Momentan steht er in der niederländischen Eredivisie bei Den Haag unter Vertrag. Stammspieler ist er dort – aber richtig zufrieden? Eichin wollte den Abwehrhünen (1,91 m) schon nach Bremen lotsen, als er noch Sportchef bei Werder war. Gerade mal zehn Monate ist der dokumentierte Flirt her. Meissner hat noch einiges an Karriere vor sich – bei 1860 könnte er an seinem Traum arbeiten, sich für die Erste Liga in Stellung zu bringen.

Bei Okotie liegt der Fall anders: 529 Einsatzminuten für BJ Enterprises, ein Tor – unbefriedigend für den Österreicher, der ein stolzer Nationalspieler ist, seit der EM aber nicht mehr berufen wurde. Geld und Karriere standen bei Okotie lange im Zentrum des Interesses. Nach der Negativerfahrung China ist ihm und seiner Familie nun der Wohlfühlfaktor wichtiger. In München war der zwei Jahre lang gegeben. Auch sportlich hat es mit ihm und 1860 funktioniert (57 Spiele, 21 Tore). Ein Neuanfang mit neuer Führung wäre möglich: Oliver Kreuzer, der ihn im Sommer nicht aufhalten konnte, wurde durch Eichin ersetzt.

Nicht auszuschließen ist auch, dass Marius Wolf, 21, noch mal ein Thema wird. Im Winter lag er Kreuzer so lange in den Ohren, bis er nach Hannover wechseln durfte. 1860 freute sich über 800.000 Euro, Wolf landete im Regionalligateam. Eine Rückholaktion ließe sich prima mit Wittek verrechnen.

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