1860 fegt Ingolstadt vom Platz

„Über 90 Minuten ein gutes Spiel“ - diese Löwen überzeugten 

München - Mit einer engagierten Leistung fegt der TSV 1860 im Benefizspiel den FC Ingolstadt vom Platz. Trainer Kosta Runjaic zeigt sich zufrieden. Einige Spieler betrieben Eigenwerbung.

Warum nicht immer so? Sichere Pässe, phasenweise tolle Kombinationen, Biss im Zweikampf, ein klarer und verdienter Sieg - manch ein Fan mag sich am Donnerstagabend in Fürstenfeldbruck die Augen gerieben haben. Der TSV 1860 ließ den Erstligisten FC Ingolstadt mit Interimstrainer Michael Henke keine Chance, schoss die Schanzer mit 3:0 (2:0) aus dem Stadion an der Klosterstraße.

Entsprechend zufrieden war auch Cheftrainer Kosta Runjaic, besonders mit der Defensive seiner Mannschaft. „Es war eine Bestätigung, dass mit einer disziplinierten, strukturierten Abwehrleistung die Wahrscheinlichkeit etwas höher ist, Spiele zu gewinnen und das ist uns heute gelungen“, so der Coach. „Es war über 90 Minuten ein gutes Spiel.“

Immens viel Betrieb kam dabei über die rechte Außenbahn. Diese Spieler stachen dabei besonders heraus.

Nico Karger (Nr. 18) freut sich mit Levent Aycicek über einen seiner beiden Treffer. Ingolstadts Hauke Wahl (vorne) ist bedient.

Nico Karger: Der mittlerweile 23-Jährige ist bislang bei den Profis noch nicht durchgestartet, bisher blieb es bei guten Ansätzen. Beim Test gegen Ingolstadt durfte er von Anfang an ran - und belohnte sich für seine engagierte Leistung mit zwei Toren. In der Form vom Benefizspiel ist er definitiv eine Option für die Stammelf in der 2. Liga. „Ich freue mich, dass er sich mit zwei Toren belohnt hat“, so Trainer Kosta Runjaic nach der Partie im Gespräch mit der tz. „Er ist definitiv eine Alternative für uns.“

Marnon Busch: Die Leihgabe von Werder Bremen enttäuschte bisher bei den Löwen. In seinen lediglich drei Einsätzen in der Liga agierte er zu fehleranfällig und trotz guter Schnelligkeit zu langsam. Ganz anders gegen Ingolstadt: Lauffreudig, aggressiv im Zweikampf und sicher im Passspiel agierte er als Rechtsverteidiger. Er leitete zahlreiche Angriffe über die rechte Seite ein, indem er seinen Vordermann Levent Aycicek in Szene setzte. 

Levent Aycicek: Der Nutznießer von Buschs Spielfreude. Zu Beginn der Saison war der 22-Jährige noch Bankdrücker, kam unter Trainer Runjaic kaum zum Zug, doch das hat sich mittlerweile geändert. Warum, das sah man auch in Fürstenfeldbruck. Mit ballsicheren Dribblings und Zweikämpfen und dem Auge für den freistehenden Mann bereitete er der Schanzer-Defensive gewaltige Probleme.

Karim Matmour: Auch er war in die Kritik geraten und zuletzt nur noch Ersatz. Gegen Ingolstadt zeigte der 31-Jährige das, was sich die Löwen von ihm erwarten. Er zeigte Ruhe im Spiel, war Taktgeber im Mittelfeld und sorgte selbst für Torgefahr. Sein Treffer zum 3:0 war die logische Konsequenz.

Bilder vom Test: Sechzig überzeugt gegen den FC Ingolstadt

1860-Youngster mit teils bemerkenswerter Abgeklärtheit

Aber nicht nur die genannten Löwen machten auf sich aufmerksam. Auch die eingesetzten Youngster aus dem Nachwuchs zeigten, dass sie Potential haben. Angeführt vom souveränen Benefizspiel-Abwehrchef Felix Uduokhai (selbst erst 19, sagte extra für die Löwen seine U20-Länderspiele ab) machten Kilian Jakob (18) und Felix Weber (21) hinten die Schotten dicht, ließen so gut wie keinen gefährlichen Angriff des FC Ingolstadt zu. Jakob zeigte, dass er auf der derzeit anfälligen linken Abwehrseite eine Alternative zu Maximilian Wittek sein kann.

Rubriklistenbild: © Christina Pahnke / sampics

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