Protagonisten durch Tiefgarage davon

1860-Schlichtungstreffen: Der Ticker zum Nachlesen 

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In diesem Gebäude fand das Treffen statt

München - Gibt es doch noch ein Happy End? Nach dem Eklat vom Montag haben sich die 1860-Köpfe am Mittwoch zu einem Schlichtungstreffen getroffen. Wir waren für Sie vor Ort: der Live-Ticker zum Nachlesen.

20:35 Uhr: Wie die Pressestelle inzwischen offiziell bestätigt hat, ist das Treffen beendet. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und verweisen auf unsere weitere Berichterstattung außerhalb dieses Tickers.  

20:30 Uhr: Bei Geschäftsführer Robert Schäfer ist das Handy besetzt ...

20:26 Uhr: Momentan ist keiner der Beteiligten erreichbar. Ob sie wirklich noch im Konferenzraum sitzen? Oder schon alle auf dem Heimweg sind oder gar daheim angekommen? Wahrscheinlich ist die Sitzung längst beendet. Wir versuchen weiter, an Informationen zu kommen.

20:14 Uhr: Angeblich stahlen sich die Beteiligten vor einer Dreiviertelstunde davon. Wir versuchen derweil, telefonisch an Informationen zu kommen. Vielleicht sitzen sie ja doch noch dort oben. Wir warten derweil vor dem Ausgang - und tickern in der Kälte weiter.

20:11 Uhr: Wie eben als Gerücht verlautete, sind die Herren durch die Tiefgarage abgerauscht. Ob's stimmt? Und ob sich heute noch jemand äußert? Hier erfahren Sie es.

20:06 Uhr: Inzwischen haben die Edel-Boutiquen hier auf der Maximilianstraße alle geschlossen. Hinter verschlossenen Türen in Irakis Büro brennt noch Licht. Und rauchen die Köpfe.

19:54 Uhr: Vorhin scherzten Journalisten, ob das Treffen wohl geheim gehalten werden sollte. Wenn ja, dann hat es offenbar nicht geklappt.

19:46 Uhr: Das Bürogebäude leert sich mehr und mehr. Menschen mit Aktentaschen kommen regelmäßig heraus, die Protagonisten der 1860-Sitzung lassen noch auf sich warten. Das Treffen dauert also an - seit nunmehr fast drei Stunden.

19:31 Uhr: Unter den Radio-Kollegen ist übrigens auch Ivo Markota, Moderator von Radio Arabella. Auch dort sollen Sie also etwas zum Thema zu hören bekommen. 

19:22 Uhr: Kapitän Benny Lauth hat die Bosse zur Geschlossenheit aufgerufen. Hoffentlich klappt das. Seine Aussagen sowie Impressionen vom Laktattest können Sie hier im Video verfolgen.

19:12 Uhr: Das Löwen-Team vergrößert sich, allerdings nicht im Konferenzraum, sondern unten vor der Tür. Denn: 1860-Pressesprecherin Lil Zercher ist angekommen und betreut die anwesenden Journalisten.

19:10 Uhr: Siegfried Schneider ist weg, die anderen sind noch da. Sie tagen irgendwo da oben in dem verglasten Gebäude. Dort oben brennt noch Licht. 

19:07 Uhr: Inzwischen ist die Presse übrigens sehr zahlreich hier. Alle großen Münchner Zeitungen sind da, dazu mehrere Radio- plus zwei Video-Kollegen. Wir harren übrigens schon seit kurz nach vier für Sie hier aus - in der Kälte der Maximilianstraße und auf einem warmen Plätzchen in Sichtweite.

19:03 Uhr: Was bedeutet der verfrühte Abgang von Siegfried Schneider? Ist das Wesentliche schon besprochen? Das ist derzeit noch unklar. 

18:49 Uhr: Ob er nur einen neuen Parkschein gezogen hat, spekulierten die Anwesenden. Nein: Siegfried Schneider ist offenbar in sein Auto gestiegen und weggefahren. Auf die Frage, ob es etwas zu verkünden gebe, antwortete er mit einem "Nein", wirkte dabei aber recht optimistisch.

18:45 Uhr: Siegfried Schneider kommt raus und wiegelt alle Nachfragen ab. Ob es noch länger dauere? "Das wird sich zeigen", so der KGaA-Aufsichtsrat. Dann geht er schnellen Schrittes Richtung Maximilianstraße.

18:35 Uhr: Ein Schwenk zum Sportlichen - die Sechziger mussten heute zum Laktattest antreten. Bilder sehen Sie in der Fotostrecke unten. Ein Video gibt es hier.

18:26 Uhr: Was sagt eigentlich ein Rechtsexperte zum Fall Ismaik? Die Antwort lesen Sie hier. Er halte die 50+1-Regel "nur für widersinnig, sondern auch für rechtlich nichtig, weil sie gegen Deutsches und Europäisches Kartellrecht" verstoße. 

18:23 Uhr: In Irakis Schreiben vom Nachmittag stand, ein "Ausverkauf" der Mannschaft dürfe niemals in Frage kommen. Denn dann würde es zu einer Spirale kommen, die "in den Abgrund führt". Das dürfte die Fans beruhigen - manche hatten ja schon befürchtet, dass plötzlich Benny Lauth, Daniel Halfar oder andere "wertvolle" Profis zum Verkauf stehen. Dass etwa ein Lauth nicht plötzlich auf den Markt kommt, hatte aber auch Robert Schäfer schon erklärt.

18:19 Uhr: Wir können Ihnen bisher mit diesen Kleinigkeiten die Zeit verkürzen. Die Herren sitzen nämlich immer noch in Irakis Büro beisammen. Sobald jemand durch die Tür kommt, erfahren Sie es natürlich in unserem Live-Ticker.

18:16 Uhr: Weitere Beobachtung am Rande: Bei seiner Zigarette warf Dieter Schneider einen Blick ins benachbarte Schaufenster. Dort hängt unter anderem ein Strickkleid in Bordeaux für 599 Euro. Ob er dabei an Gattin Gipsy gedacht hat? Der Preis ist jedenfalls nicht ohne.

18:04 Uhr: Schneider trug bei seiner Ankunft den selben warmen beigen Mantel, den er auch schon am vergangenen Montag anhatte, als die Aufsichtsratssitzung anstand. Er wirkte nachdenklich, aber optimistisch. Genau die richtigen Voraussetzungen für das Treffen.

18:01 Uhr: Dieter Schneider ist ein verlässlicher Mann - das zeigte sich einmal mehr an der Pünktlichkeit des Präsidenten. Sieben Minuten zu früh war er dran, und das obwohl die Parkplatzsituation an der Maximilianstraße nicht gerade einfach ist. Es gibt auch ein nahegelegenes Parkhaus: Tarif: sechs Euro für die erste Stunde.

17:56 Uhr: Um genau zu sein, findet das Treffen im Büro von Hamada Iraki statt. Dieses liegt in der Münchner Prachtmeile Maximilianstraße. Das Meeting hat sich inzwischen herumgesprochen, es sind in der vergangenen Stunde mehrere Reporter angekommen. Wir waren bereits um kurz nach 4 für Sie vor Ort.

17:46 Uhr: Anders als die Aufsichtsratssitzung am Montag findet das heutige Treffen nicht an der Grünwalder Straße statt, sondern in der Münchner Innenstadt. Wir haben uns dezent, aber mit gutem Blick postiert und informieren Sie, sobald einer der Beteiligten durch die Tür kommt.

17:40 Uhr: Was liegt derzeit auf dem Tisch, worüber beraten die Protagonisten? Da von einem Kompromiss die Rede ist, wird Ismaik von einem Teil seiner Forderungen abgerückt sein. Den Rücktritt von Dieter Schneider zur Bedingung für eine weitere Zusammenarbeit zu machen, dürfte sich der Investor nicht getraut haben. Schön ist: Das gemeinsame Ziel wird alle verbinden und eine Lösung erleichtern. Denn sowohl Ismaik, als auch Schneider & Co. wollen den Verein nach vorne bringen.

17:32 Uhr: Wer sitzt mit am Tisch? Neben Hamada Iraki und Dieter Schneider auch KGaA-Aufsichtsrat Siegfried Schneider. Auch Geschäftsführer Robert Schäfer ist schon gesichtet worden. Ob weitere Protagonisten mit dabei sind, die beispielsweise schon länger vor Ort sind, ist natürlich nicht gesichert.

17:29 Uhr: Auch zum neuen Top-Kandidaten Derick Ogbu (wir berichteten exklusiv) hat sich Florian Hinterberger geäußert. Er wollte ein Interesse weder dementieren noch bestätigen. Doch er erklärte, er kenne ihn. "Das ist sicher ein guter Spieler", so der 1860-Sportchef.

17:20 Uhr: Welches Ergebnis das Treffen heute auch bringen mag - auf einen neuen Stürmer können sich die Fans ziemlich sicher freuen. Das erklärte Florian Hinterberger vorhin gegenüber unserer Onlineredaktion.  

17:08 Uhr: Worum geht es heute eigentlich? Dieter Schneider & Co. bekommen einen ausführlichen Kompromissvorschlag vorgelegt. Diesen hatten Hasan Ismaik (schon auf der Rückreise) und Hamada Iraki (der den Plan heute vorstellt) in einer neunstündigen Sitzung erarbeitet.

17:00 Uhr: Es ist 17 Uhr, die Sitzung beginnt. Hamada Iraki ist da, 1860-Vize Wolfgang Hauner wurde noch nicht gesichtet. Entweder er ist noch nicht da, oder aber er ist schon geraume Zeit drin. Dass Hasan Ismaik und Franz Maget nicht kommen, war schon im Vorfeld klar.

16:54 Uhr: KGaA-Aufsichtsratsmitglied Siegfried Schneider kommt und geht rein.

16:53 Uhr: Dieter Schneider kommt an und raucht vor der Tür noch eine Zigarette. Der Präsident geht rein.

16:48 Uhr: Wer ist wie pünktlich? Hasan Ismaik, der heute nicht dabei ist, kam am Montag um Punkt 17 Uhr. Heute geht's zum gleichen Zeitpunkt los.

16:40 Uhr: Noch hat sich keiner der Protagonisten blicken lassen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

16:26 Uhr: Franz Maget wird übrigens wohl nicht dabei sein. Der 1860-Vize hat einen anderen Termin.

16:15 Uhr: Wir sind für Sie vor Ort. Das Treffen findet übrigens nicht an der Grünwalder Straße statt.

16:12 Uhr: Um 17 Uhr soll das Schlichtungstreffen beginnen. Hasan Ismaik wird nicht mit dabei sein, er ist bereits auf dem Heimweg. Mit dabei sein werden Hamada Iraki, Dieter Schneider , Robert Schäfer und wohl auch Wolfgang Hauner und Siegfried Schneider. Einen ausführlichen Vorbericht finden Sie unten.

Ausführlicher Vorbericht

Einen Ausweg aus dem Dilemma zu finden, das war seit dem Eklat am Montag die Aufgabe von Ex-Aufsichtsrat Hamada Iraki. Der 40-jährige Investmentbanker, dem sowohl Ismaik als auch die Vereinsspitze um Dieter Schneider vertrauen, erarbeitete am Dienstag in einer neunstündigen Klausur mit dem Investor einen angeblich DFL-konformen Kompromissvorschlag, den er den e.V. Vertretern und Geschäftsführer Robert Schäfer am Mittwochabend vorstellte.

 

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In der Email-Einladung, von der die tz am frühen Nachmittag erfuhr, machte Iraki nochmal auf den Ernst der Lage aufmerksam. Es gehe um die „Existenz“ des Profiklubs 1860, persönliche Eitelkeiten dürften bei der Findung einer gemeinsamen Basis keine Rolle spielen – auf beiden Seiten. Im Falle einer Trennung wäre auf Sicht alles verloren. Deshalb solle nun eine schnelle Einigung angestrebt werden.

Bilder vom Montag: Der Showdown-Tag in Bildern

Ismaik vs. Schneider: Alle Fotos des Showdown-Tages

Ein eigenstängiges Überleben der Löwen ohne neue Investorengelder sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt eher Wunschdenken denn realistische Perspektive. Das strukturelle Defizit wäre in der Zweiten Liga, falls überhaupt, nur zum Preis einer deutlichen Senkung des Profietats auszugleichen. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: Ein „Ausverkauf“ der Mannschaft dürfe niemals in Frage kommen. Denn dann würde es zu einer Spirale kommen, die „in den Abgrund führt“. Sponsoren, Business-Seat-Kunden und viele Normal-Fans würden 1860 mangels Perspektive den Rücken kehren, ein Zusammenbruch der Einnahmen wäre die unvermeidliche Konsequenz. Ein düsteres Szenario, das mit der Angst Ismaiks vor dem Totalverlust seines Investments korrespondiert.

Vorbericht: lk / Live-Ticker: Armin Linder

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