Papa soll Details verraten haben

Ist Löwen-Heimweh der Grund für Aigners Transfer-Hammer?

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Einmal Löwe, immer Löwe: Stefan Aigner hat in vier Jahren Frankfurt nicht vergessen, wo er herkommt.

München - Olic ist da, Ribamar soll noch kommen, doch die größte und spektakulärste Personalie steht offenbar unmittelbar bevor: Die Löwen-Bosse ködern Stefan Aigner mit einem Premiumvertrag.

Nein, sagte der Leiter des Fanshops an der Grünwalder Straße: Noch sei kein Fan mit dem Wunsch an ihn herangetreten, den Verkaufsschlager von einst neu aufzulegen – das weißblaue Trikot mit dem Schriftzug „AIGNER“. Doch klar: Auch er hat die Gerüchte gehört und würde den verlorenen Sohn mit offenen Armen empfangen. Und nicht nur er. Trotz des Rummels um Stareinkauf Ivica Olic gab es am Donnerstag ein Thema, das noch leidenschaftlicher diskutiert wurde: die Rückkehr von Fanliebling Stefan Aigner, 28, die allem Anschein nach sehr konkrete Formen annimmt.

Sehnsucht nach den Löwen im Frankfurter Exil

Wie unsere Zeitung erfuhr, wurde der Grundstein für den sich anbahnenden Transferhammer vor gut zwei Wochen gelegt – durch keinen Geringeren als Helmut Aigner. Aigners Papa soll im Umfeld des Vereins den Hinweis platziert haben, dass Sohn Stefan in seinem „Exil“ bei Eintracht Frankfurt von akutem Heimweh geplagt werde. Ein Signal, auf das viele bei 1860 gewartet haben. Speziell auch Präsident Peter Cassalette, bis vor einem Dreivierteljahr ja selber in der Rolle des leidenden Fans. Einer derjenigen, die es nie verstanden haben, wie die damalige Führung einen Urlöwen wie Aigner mehr oder weniger kampflos ziehen lassen konnte.

Dieser Fehler lässt sich jetzt offenbar korrigieren – allerdings für ein Vielfaches jener Summe, die Aigner 2012 gerne für eine Vertragsverlängerung gesehen hätte. Es hing an 100 000 Euro pro Jahr.

Verpflichtung wäre finanzieller Kraftakt

Den zu einem gestandenen Bundesligaprofi gereiften Ex-Löwen jetzt zurückzuholen, wäre ein finanzieller Kraftakt, der seinesgleichen sucht in der Geschichte des TSV 1860. Der Marktwert des dynamischen Rechtsaußen wird bei „transfermarkt.de“ mit 4,5 Millionen angegeben. Aigners Vertrag bei Eintracht Frankfurt läuft noch bis 2018, und seine Leistungsdaten können sich sehen lassen: 121 Erstligaeinsätze, 25 Tore, 24 Torvorlagen. Als Ablöse stehen laut „Hessenschau“ drei Millionen Euro im Raum.

Nachvollziehbar, dass Cassalette zunächst um Verständnis bei Ismaik werben musste – zumal der Jordanier schon ein Jahr Investor war, als sich die damalige Vereinsführung dazu entschloss, den beliebten Flügelflitzer zum Nulltarif gehen zu lassen. Jetzt lockt Aigner den jungen Familienvater mit einem langfristigen Vertrag inklusive Millionengehalt. Über die Exklusivmeldung eines TV-Senders, ihm würde zudem eine Immobilie in Dubai winken, konnte der Spieler allerdings nur lachen. Wie überhaupt er sich – angesprochen auf einen Wechsel – eher bedeckt hielt.

„An der Grünwalder Straße geboren“

Und Kosta Runjaic? Der ehrgeizige Coach machte gestern einen viel entspannteren Eindruck als zuletzt. Mag sein, dass bereits der Olic-Transfer seine Zufriedenheit gesteigert hat – käme jetzt noch Aigner, wäre das für einen Leidenschaftsprediger wie Runjaic das i-Tüpfelchen. „Er ist ja in der Grünwalder Straße geboren“, kommentierte er mit einem Lächeln: „Er steht für den Fußball, den wir spielen wollen, und bringt die Bereitschaft mit, sich voll dem Team hinzugeben.“

Vormerken, Löwen-Fans! Wir übertragen das Testspiel des TSV 1860 gegen den SC Freiburg am Samstag im Live-Stream.

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