Löwen suchen Nachfolger von Bierofka

Exklusiv! Trainer-Kandidat Slomka spricht über Sechzig

München - Seit Wochen halten sich Gerüchte, Mirko Slomka könnte neuer Trainer der Löwen werden. Nun äußert sich der begehrte Coach und lobt besonders einen Sechzig-Entscheider.

Mirko Slomka verbringt demnächst einige Tage in Frankreich. Während der EM arbeitet der 48-Jährige als Experte für Sat.1, ist bei den Live-Übertragungen des Privatsenders im Einsatz. Wie es für den Trainer danach weitergeht, ist noch offen. Seit die Bild vor einigen Wochen über ein Treffen Slomkas mit Sechzig-Sportchef Oliver Kreuzer berichtete, wird der Coach als heißer Kandidat auf den verwaisten Posten gehandelt.

Mit tz und Merkur sprach Slomka exklusiv über ein mögliches Engagement an der Grünwalder Straße. "Es werden so viele Namen spekuliert und meiner ist leider auch darunter. Aber das kann ich nicht beeinflussen", betonte der gebürtige Hildesheimer, schmeichelte den Blauen aber zugleich: "Ich habe für Traditionsklubs wie Schalke 04, den Hamburger SV oder Hannover 96 gearbeitet. In dieser Kategorie sehe ich auch 1860. Dieser Verein hat ein unglaubliches Potenzial an Fans."

Slomka: "Kreuzer auf dem richtigen Weg"

Slomka sieht in den Löwen einen der zahlreichen schlafenden Riesen des Fußballs: "Der Verein hat das Potenzial, um mehr zu bewegen, als das in den vergangenen Jahren der Fall war." Große Hoffnung setzt er auf seinen alten Weggefährten aus gemeinsamen Hamburger Zeiten: "Ich habe das Gefühl, dass Oliver Kreuzer und der Vorstand daran arbeiten."

Bislang sind dem Sportchef bei der Trainer-Suche jedoch die Hände gebunden, denn das letzte Wort hat Investor Hasan Ismaik. Und der Unternehmer aus Jordanien sucht anscheinend mal wieder nach der großen Lösung. So soll laut SZ mittlerweile sogar Steve McClaren, der bereits Englands Nationalteam und den VfL Wolfsburg trainierte, für Ismaik eine Option sein.

Der Engländer ist wie Slomka derzeit vereinslos. Im März musste McClaren beim abstiegsbedrohten Premier-League-Klub Newcastle United seinen Hut nehmen. Die "Magpies" rauschten trotzdem runter in die Zweitklassigkeit. Slomka rettete zuletzt den Hamburger SV vor zwei Jahren vor dem Abstieg, bekam jedoch wenige Monate später den Stuhl vor die Tür gesetzt - seither wartet er auf ein passendes Angebot.

Rubriklistenbild: © dpa

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