„Schlechte Stimmung hat Auswirkung auf die Spieler“

Nach Ultra-Auflösung: 1860-Fans wollen Stimmung reaktivieren

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Leere Plätze in der Nordkurve: Nach der Auflösung der großen beiden Ultra-Gruppierungen klafft eine Lücke in der 1860-Kurve.

München - Bekommt der TSV 1860 endlich wieder Stimmung in ihre Kurve? Nach der Auflösung der großen Ultra-Gruppierungen soll jetzt das Stimmungszentrum reaktiviert werden.

Die Lage beim TSV 1860 ist so wie das herbstliche Wetter am Dienstag: Trüb, kalt und trist. Die Löwen hängen nach einem eigentlich passablen Saison-Start nach neun Spielen auf Rang 14, erneuter Abstiegskampf droht - und dort, wo eines der größten Trümpfe des Vereins zu finden ist, klafft ein großes Loch: In der Fankurve.

Seit der Auflösung der beiden großen Ultra-Gruppierungen Cosa Nostra und Giasinga Buam ist der bis dato so bekannte lautstarke Support aus der Nordkurve der Arena zusammengebrochen, im Stimmungsblock 130/131 sind leere Reihen und keine Fahnen mehr zu sehen. Nur noch bei Auswärtsspielen, wie in Nürnberg Anfang September, ist die Unterstützung von den Rängen noch vergleichbar zu den vergangenen Jahren. 

Das soll sich schnellstmöglich ändern. Im Internet kursiert ein Aufruf von einem Fan, der dieses „unbeschreiblich wertvolle Gut von Sechzig und Giasing“ wieder reaktivieren will. Gekennzeichnet ist der Aufruf mit dem Namen Monaco Unito und dem Slogan „Let‘s make the Sixties great again!“ - wohl angelehnt an den Wahlspruch von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump (“Make America greart again“).

Treffen am Streetworkbus

In dem Aufruf heißt es: „Auch wenn es keine Rechtfertigung für solch schlechte Leistungen ist, so hat die schlechte Stimmung eine deutliche Auswirkung auf die Spieler.“ Und deshalb sollen sich die „supportwilligen“ Anhänger, die die Kurven-Stimmung wieder aufleben lassen möchten, vor dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue am 28. Oktober am Streetworkbus treffen.

„Supportwillig heißt: Das Bier und Handy ist während der 90 Minuten genauso tabu wie Pfiffe gegen die eigene Mannschaft“, wird darin weiter erläutert. „Läuft das Spiel gegen uns, supporten wir unser Team nur noch mehr, eben 90 Minuten Vollgas. Nur dann besteht eine Eignung, aber das sollte eigentlich klar sein.“ Auch sollen vor Ort vorläufige Wahlen für die daraus resultierende neue Gruppe vorgenommen werden. 

Wie erfolgreich dieser Aufruf sein wird, wird sich vor dem Aue-Spiel und vor allem während der Partie in der Nordkurve zeigen.

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