Spiel beim 1. FC Nürnberg

Runjaic warnt: 1:6? Der Club ist sicher besser

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Kosta Runjaic.

München - Die lange Länderspielpause passt Löwen-Trainer Kosta Runjaic eigentlich gut. Doch obwohl der nächste Liga-Gegner noch an einem schlechten Testspiel-Ergebnis zu knabbern hat, warnt der 45-Jährige vor dem Club.

Es ist eine lange Länderspielpause für die Löwen. Die längste aller Mannschaften: Zwei Wochen und zwei Tage. Dass er mit seiner Mannschaft erst am kommenden Montag in Nürnberg wieder ran muss, passt Trainer Kosta Runjaic aber durchaus in den Kram. „So haben die Nationalspieler mehr Zeit, sich wieder in den Trainingsbetrieb hineinzufinden für die Vorbereitung auf das Club-Spiel“, sagte der 45-Jährige, der am Dienstag noch auf die drei U20-Nationalspieler sowie Milos Degenek und Fanol Perdeday verzichten musste, die alle erst am Mittwoch beziehungsweise am Donnerstag nach München zurückkehren.

Wobei einer mit ganz breiter Brust in München aufschlagen dürfte: Fanol Perdeday. Der Defensivmann schrieb mit dem Kosovo Geschichte, weil er mit seinem Land beim 1:1 in Finnland den ersten Punkt überhaupt in einem Qualifikationsspiel gewann.

Aber trotz der Abwesenheit einiger Spieler und der verletzt ausfallenden Lacazette, Stojkovic und Ribamar hatte Runjaic immer noch einen solch großen Kader (insgesamt stehen ja 30 Spieler unter Vertrag) zur Verfügung, dass am Dienstag ein Trainingsspiel über 90 Minuten möglich war.

Auf ein Testspiel während der Länderspielpause hatte der Löwen-Coach ja verzichtet, im Gegensatz zum 1. FC Nürnberg, der sich nach dem desolaten 1:6 in Braunschweig den Erstligisten FC Ingolstadt als Sparringspartner holte und dank eines 2:1-Sieges wieder etwas Selbstvertrauen schöpfen konnte.

Bilder: Die Trainer des TSV 1860 seit 1992

Der neue Angreifer Tim Matavz, der ebenso wie sein Stürmerkollege Shawn Parker auf Leihbasis vom FC Augsburg geholt wurde, schoss sofort ein Tor – die beiden sollen die Offensive des Clubs ab Montag auch in der Zweiten Liga auf Vordermann bringen. Runjaic nimmt das relativ gelassen hin: „Ich sage ja, was uns betrifft, auch immer, dass neue Spieler Zeit zum Eingewöhnen brauchen, warum soll es in diesem Fall anders sein. Aber der Club ist sicher besser, als das 1:6 aussagt.“

Am Mittwoch steht erst mal ein angenehmer Termin für Runjaic und seine Spieler auf dem Programm: Die Präsentation ihrer Wiesn-Tracht. Das Oktoberfest ist für den Trainer eine Premiere: „Ich war noch nie dort, obwohl ich schon etliche Einladungen hatte. Aber leider musste ich bisher immer absagen.“

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