Löwen-Angreifer spricht über seine Zeit bei den Löwen 

Olic zeigt sich selbstkritisch

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Ivica Olic.

München - Bislang ist Ivica Olic für die Löwen noch nicht die Verstärkung, die man sich durch den Transfer in diesem Sommer erhofft hat. Das sieht auch der Angreifer selbstkritisch so. Doch der 37-Jährige macht Hoffnung.

37 Jahre hat Ivica Olic bereits auf dem Buckel - für einen Fußball-Profi ein fortgeschrittenes Alter. Es gibt nicht viele im deutschen Fußball, die in den 70er Jahren geboren wurden und noch aktiv sind. Vor allem aber gibt es wenige Spieler, die pro Partie so viele Kilometer abreißen wie der Kroate. Trotz seiner anhaltenden Knieprobleme erinnert der Angreifer noch immer an einen Duracell-Hasen, er läuft und läuft und läuft ...

Wesentlich mehr ist ihm seit seinem Wechsel zum TSV 1860 München im Sommer allerdings noch nicht gelungen. Olic hilft zwar mit seinen läuferischen Qualitäten und seiner Erfahrung, die Statistik notiert allerdings bislang nur ein mageres Törchen in seiner persönlichen Bilanz. Es spricht für Olic, dass er seine Leistung durchaus realistisch und selbstkritisch betrachtet. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde er seine bisherige Zeit bei den Löwen nämlich mit einer durchschnittlichen 5 bewerten, sagte Olic jetzt im Interview mit dem kicker. „Ich glaube, es ist noch nicht alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte - bei uns als Mannschaft und bei mir. Da ist noch viel Luft nach oben.“

Dementsprechend ist es um die Stimmungslage bei dem Kroaten und bei der gesamten Mannschaft bestellt: „Ich hoffe, dass wir bis zum Saisonende noch etwas Spaß haben. Der fehlt mir bisher noch, weil ich dachte, dass wir mit dieser Mannschaft mehr erreichen können.“ Stattdessen aber dümpeln die Sechzger in den unteren Regionen der 2. Bundesliga, das Spiel am Montagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern scheint bereits den Charakter eines Schicksalsspiels zu haben, zumindest für Trainer Kosta Runjaic. Den nimmt Olic aber ausdrücklich in Schutz: „Er hat genug Erfahrung in der 2. Liga und weiß, was er tun muss. Ich denke ja langsam auch wie ein Trainer - es ist schade, dass man in dieser Position oft nicht die Zeit hat, um in Ruhe etwas aufzubauen.“

Einen Appell richtet Olic diesbezüglich an das ganze Team, dessen größtes Problem die hohe Anzahl an Gegentoren darstellt. „Wir haben genug Chancen und schießen genug Tore. Jetzt müssen wir nur alle - bei Sascha Mölders und mir angefangen - der Abwehr maximale Hilfe geben. Ob wir mit einem oder zwei Stürmern spielen, ist mir dann egal. Die Einstellung ist wichtiger als das System, das hat mit unseren Fehler nichts zu tun.“

Was seine persönliche Situation betrifft, rankten sich vor kurzem Spekulationen um ein mögliches Karriereende bereits im Winter auf Grund seiner Beschwerden im Knie. Dazu Olic: „Ich weiß ja, wie viel ich jetzt schon arbeiten musste, um zurückzukommen. Deswegen habe ich vor einigen Wochen gesagt, dass ich glücklich bin, wenn es bis zur Winterpause reicht. Ich bin 37, da muss ich von Tag zu Tag schauen. Es wäre nicht seriös zu sagen, dass ich noch drei Jahre spiele. Ich werde aber alles dafür tun, meinen Vertrag bis Saisonende zu erfüllen.“ 

Der Duracell-Hase wird also aller Voraussicht nach bist Sommer weiterlaufen.

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