"Ein Olic allein reicht nicht"

Neururer warnt vor "Desaster" bei 1860

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Peter Neururer trainierte viele Bundesliga-Vereine.

München - Peter Neururer, der ehemalige Trainer des VfL Bochum und Kenner der zweiten Liga, richtet kurz vor dem Saisonstart eine Warnung an die Löwen.  

Der TSV 1860 startet runderneuert in die kommende Zweitliga-Saison. Viele neue Gesichter sieht man an der Grünwalder Straßen, sowohl auf Seiten der Verantwortliche als auch im Kader selbst. Das Duo aus Sportchef Thomas Eichin und Trainer Kosta Runjaic hat keine Kosten gescheut, um den Kader zu vergrößern. Insgesamt sechs Millionen Euro haben die beiden angeblich ausgegeben, nur Absteiger Stuttgart investierte mehr in neue Spieler. Alleine die Hälfte soll Stefan Aigner gekostet haben, der von Eintracht Frankfurt nach München zurückkehrte. Ein weiterer prominenter Neuzugang kam dagegen ablösefrei: Routinier und Fanliebling Ivica Olic, der im Testspiel gegen den SC Freiburg bereits einen guten Eindruck hinterließ.   

"Olic ist eine Maschine!"

Doch ein Olic allein reiche nicht, warnt nun ein Mann, der die Bundesliga kennt wie kaum ein anderer - Peter Neururer. Der 61-Jährige war 30 Jahre lang als Trainer tätig, zuletzt beim VfL Bochum. Er traut dem TSV 1860 einiges zu, warnt aber gleichzeitig in der Sport Bild davor, die Fehler die Vergangenheit zu wiederholen: "Trainer Runjaic und Sportdirektor Eichin müssen ein Gerüst aufbauen. Dann könnte etwas Überragendes entstehen. Wenn sie so weiterarbeiten, wie das in den letzten Jahren bei 1860 der Fall war, kann es auch zum Desaster werden."

Erwartungen werden niedrig gehalten

Die Löwen-Fans wissen nur zu gut, auf was Neururer da anspielt. Jahrelang herrschten chaotische Zustände beim TSV 1860, und das übertrug sich auf die sportlichen Leistungen. Die vergangenen beiden Spielzeiten fast abgestiegen - ein Dämpfer für die eigentlich aufstiegsambitionierten Löwen. Das zeigt sich auch an den Erwartungen an die kommende Saison. Die Verantwortlichen bemühen sich spürbar, die Ziele niedrig zu halten. Präsident Peter Casalette spricht von "Platz fünf bis acht", Trainer Runjaic will erst einmal eine stabile Hinrunde spielen, "dann sehen wir, wo wir stehen."

Die erste Bewährungsprobe für die generalsanierten Löwen wartet am Sonntag. Dann starten die Münchner bei Greuther Fürth in die neue Saison.

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sr

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