Es ging alles ganz schnell

Friend weg! Neuer Vertrag schon unterschrieben

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Ob er hier schon ein Telefonat über seine Zukunft geführt hat? Rob Friend auf dem Weg zum Training am Donnerstag.

München - Plötzlich ging doch alles ganz schnell. Rob Friend ist kein Löwe mehr. Der Kanadier hat bei seinem neuen Klub einen Vierjahresvertrag unterschrieben.

Viele erwarteten eine Hängepartie: Rob Friend (32) war bei den Löwen unzufrieden, weil kaum Einsatzzeit in Aussicht stand. Der Verein hatte aber nach der Verpflichtung von Yuya Osako (23) keine wirkliche Verwendung mehr für ihn.

Am Freitag ging dann alles ganz schnell. Nach Exklusiv-Informationen unserer Onlineredaktion hat Friend am Freitag seinen eigentlich noch bis 2015 gültigen Kontrakt bei Eintracht Frankfurt genauso aufgelöst wie seinen Leihvertrag bei 1860. Kurz danach hat er seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag gesetzt - bei Los Angeles Galaxy in den USA. Die offizielle Bestätigung soll am Wochenende folgen.

Der Major-League-Soccer-Verein hat Friend für vier Jahre an sich gebunden. Für den Kanadier eine Top-Lösung, schließlich zählt L.A. Galaxy zu den Spitzenvereinen der US-Liga. Er spielt dort zukünftig mit US-Star Landon Donovan (31, einst FC Bayern) und Irland-Legende Robbie Keane (33) zusammen. Mit seinen 1,95 Metern Körpergröße soll er Galaxy zu mehr Kopfballstärke verhelfen.

Am Rande des Trainings am Freitag hatte Friend über einen möglichen Abschied noch gewitzelt. "Ich kann noch nichts sagen", so der Kanadier, "oder habt ihr einen Verein für mich…?" Doch Trainer Friedhelm Funkel signalisierte schon, dass er nichts gegen eine Trennung hat: "Wenn Rob ein Angebot hat, dann darf er gehen. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich andere Vorstellungen von unserem Angriffsspiel habe, als es mit ihm der Fall wäre, und deshalb ist das Ganze kein Problem." Dass alle Seiten so schnell zu einer zufriedenstellenden Lösung kommen, war wohl kaum abzusehen.

Friend war im Januar 2013 auf Leihbasis aus Frankfurt zu den Löwen gewechselt, erzielte in der Rückrunde zunächst vier Tore bei 14 Einsätzen. In der laufenden Saison kam er auf zehn Liga-Spiele und erzielte einen Treffer.

Der Friend-Abschied dürfte auch Osako freuen: Der Japaner dürfte nun die prestigeträchtige "9" auf sein Trikot bekommen, die bisher Friend trug - die Wunschnummer von (fast) jedem Stürmer.

Armin Linder

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