Nach Verletzungspause

Lacazette: "Bin fit für eine Halbzeit"

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Romuald Lacazette.

München - Nach drei Monaten meldet sich Romuald Lacazette zurück. Die Löwen können zweikampfstarken Mittelfeld-Kämpfer dringend brauchen.

Freitagabend, 1. Juli 2016. Zwanzig Minuten sind im Testmatch der Löwen gegen den FC Basel (1:1) gespielt, als Romuald Lacazette mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden sinkt. Ohne Gegnerkontakt hat sich der bei Paris St. Germain ausgebildete Franzose den rechten Mittelfuß gebrochen. Ein Schock für die Löwen und ihren neuen Trainer Kosta Runjaic, der den zweikampfstarken Lacazette fest für die Sechser-Position eingeplant hatte.

Gut drei Monate sind seit dem vermaledeiten Abend in Geretsried vergangen, die Löwen stecken in ihrer ersten Saisonkrise, doch es gibt auch eine positive Nachricht in dieser Länderspielpause: Lacazette ist zurück! Am Sonntag beim Hochwasser-Benefizspiel in Burghausen wird der 22-Jährige sein Comeback im Team der Profis geben. „Ich bin fit genug für eine Halbzeit“, sagte er am Donnerstag zur tz. „Und bis zum nächsten Punktspiel gegen Düsseldorf sind es ja noch ein paar Trainingstage, in denen ich weiter an meiner Fitness arbeiten kann.“

32 Minuten war er schon auf dem Platz

Wie gut die Löwen diesen Lacazette gebrauchen können, ließ sich im Abstiegskampf der vergangenen Saison beobachten. Beim 2:0-Sieg in St. Pauli war der Mittelfeld-Kämpfer einer der Stärksten. „Damals hat er 35 direkte Zweikämpfe geführt und die Mehrzahl davon gewonnen – ein absoluter Top-Wert“, erinnert sich Rettungs-Coach Daniel Bierofka. „Ich habe die Hände überm Kopf zusammengeschlagen, als ich von Romus Verletzung in der Vorbereitung gehört habe. Er hat der Mannschaft richtig gefehlt.“ Bis jetzt.

Am vergangenen Samstag durfte Lacazette beim 0:2 der Regionalliga-Mannschaft für 32 Minuten auf den Platz. „Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht“, sagt ­Bierofka. „Nach fünf Minuten ist er ohne Angst in die Zweikämpfe gegangen. Das war der Romu, wie ich ihn kenne. Ein Krieger, ein Tier!“

Einer, den auch Profi-Coach Runjaic gegen Düsseldorf gebrauchen kann. Von Zweikampfstärke war gegen Hannover und Würzburg wenig zu sehen.

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