1860-Neuzugang über Wechsel und Erwartungen

Löwe Boenisch: Darum änderte meine Familie ihren Namen

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Sebastian Boenisch wechselte Anfang Oktober zu 1860.

München - Sebastian Boenisch kam bislang bei 1860 noch nicht zum Zug. In einem Interview erklärt er, warum er früher anders hieß und was sich bei den Löwen jetzt tun muss.

Erst einen Kurzeinsatz hat er für die Löwen bestritten, seit er Anfang Oktober an die Grünwalder Straße gewechselt ist. Eine sofortig Hilfe in der Liga, wie es Trainer Kosta Runjaic angekündigt hatte, war er bis dato verletzungs- und fitnessbedingt noch nicht. Doch langfristig soll Sebastian Pniowski der Defensive bei 1860 Stabilität verleihen.

Die Rede ist von Löwen-Neuzugang Boenisch! Im Interview mit spox.com erklärte der 29-Jährige, dass er früher anders hieß - und wie es zu der Namensänderung kam. Sein Vater erzählte ihm den Hintergrund: „Als wir nach Deutschland gekommen sind, hat man ihm direkt gesagt, dass es mit dem Namen nicht ganz einfach wird, einen Job zu finden. Wir hatten deutsche Vorfahren, die Boenisch hießen. Dann ist schnell eins zum anderen gekommen und der Name ist hängengeblieben.“

Boenisch: „Ich wollte ein Teil davon sein, den Verein nach vorne bringen“

Boenisch also anstatt Pniowski - und jetzt ist der in Gliwice geborene Nationalspieler Polens ein Löwe. Der Wechsel ging flott vonstatten, wie er berichtet. „Das Gesamtpaket hat mich überzeugt“, so Boenisch, der dem Verein für die Chance äußerst dankbar ist. Was sich bei den Löwen derzeit tut, faszinierte ihn. „Wir haben zwei sehr gute, neue Trainingsplätze und bekommen noch einen neuen Fitnessraum. Man spürt, dass hier etwas wächst. Ich wollte ein Teil davon sein, den Verein nach vorne bringen und mit meiner Erfahrung den jungen Spielern helfen. Die Stadt ist sowieso super. München ist Lebensqualität pur. Vor allem ging es aber darum, wieder Fußball zu spielen, weil ich da absolut geil drauf war und bin.“

Der ausschlaggebende Punkt aber sei das Interesse der Löwen an ihm gewesen. Boenisch schlug andere Angebote, die teilweise höher datiert waren und aus der 1. Liga kamen, aus. Er habe „sofort gemerkt: Die wollen Dich, die bemühen sich um Dich. Diese Wertschätzung ist für einen Spieler das Wichtigste. Die Gespräche mit dem Trainer und dem Sportdirektor waren sehr positiv. Und meine Frau kommt aus Wien, was ja auch nicht so weit weg ist.“

Boenisch: „Haben zuletzt Schritte in die richtige Richtung gemacht“

Die Löwen gelten als Chaosverein, aber davon spürt der polnische Nationalspieler noch wenig: „Bislang habe ich jedoch den Eindruck, dass man hier gut arbeiten kann. Die Strukturen sind professionell, das Trainerteam und alle drum herum leisten sehr gute Arbeit.“

Nach zwölf Spieltagen steht der TSV 1860 mit lediglich elf Punkten auf Rang 14 - nur einen Zähler vom Relegationsplatz entfernt. „Für uns ist es wichtig, Kontinuität und Stabilität hineinzubringen. Es tut keiner Mannschaft gut, wenn man fünf Spiele hintereinander nicht punktet“, weiß Boensich. „Das macht keinen Spaß. Wir haben zuletzt Schritte in die richtige Richtung gemacht, aber wir sind noch lange nicht, wo wir hinwollen. Wir müssen uns weiter verbessern und mit guten Leistungen, Ergebnissen und Punkten das Umfeld nicht nur kurz-, sondern langfristig beruhigen.“

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