Stellt Trainer Runjaic seine Löwen um?

Wer darf ran? So könnte 1860 gegen Union spielen

+
Marnon Busch (l.) und Stefan Mugosa (Mitte) bleibt gegen Union wohl nur der Platz auf der Bank. Levent Aycicek (r.) darf sich Hoffnungen auf die Startelf machen, in der Daniel Adlung (2.v.l.) und Sascha Mölders (2.v.r.) ihren Platz sicher haben.

München - Hat Trainer Kosta Runjaic beim Derbysieg in Nürnberg seine Löwen-Stammformation gefunden? Wir blicken voraus: So könnte der TSV 1860 gegen Union Berlin spielen.

Sieben Punkte aus den ersten vier Liga-Spielen, von denen sogar drei auswärts ausgetragen wurden - die Start-Bilanz des TSV 1860 liest sich nicht schlecht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man in den vergangenen beiden Krisen-Spielzeiten 13, beziehungsweise acht Partien benötigte, um diese Punkte-Marke zu erreichen.

Mut machte vor allem die starke Leistung beim 2:1-Erfolg am Montag in Nürnberg. Dabei sorgte man sich im Umfeld der Blauen, dass der TSV 1860 den Ausfall von Stefan Aigner nicht verdauen könnte. Doch Sechzig kommt nun zu Gute, dass man an der Grünwalder Straße über einen Kader von 30 Spielern verfügt - und somit Alternativen hat.

Dabei dachte man zu Saisonbeginn, als es noch 27 Akteure waren, es seien zu viele. Ende August meinte Sportchef Thomas Eichin dann, er sei froh über die Kadergröße: "In einer Saison gibt es Phasen, in denen du einige Verletzte hast, und dann freust du dich, dass du einen solch großen Kader besitzt.

Nun steht das nächste Liga-Spiel vor der Tür, am Freitag kommt der 1. FC Union Berlin in die Allianz Arena (Anstoß: 18.30 Uhr). Und die Frage, die sich stellt, lautet: Wird Trainer Kosta Runjaic Änderungen in der Aufstellung des TSV 1860 trotz des Derbysieges beim FCN vornehmen?

Tor

Es besteht keinerlei Zweifel daran, wer gegen die Eisernen aus Berlin das Löwen-Tor hüten wird. Neuzugang Jan Zimmermann ist die Nummer 1 bei Sechzig und zeigte bisher souveräne Leistungen. In Nürnberg hielt er seine Elf mit einigen starken Paraden im Spiel und sicherte die drei Punkte. Stefan Ortega bleibt nur der Platz auf der Bank, Vitus Eicher wird nicht im Kader stehen.

Abwehr

Kosta Runjaic dürfte weiterhin auf eine Vierer-Abwehrreihe setzen. Vor allem, weil Union Berlin mit einem 4-3-3-System agiert, also drei Angreifer aufbietet. Gesetzt ist in der Innenverteidigung Jan Mauersberger, der die Löwen als Stellvertreter von Stefan Aigner als Kapitän anführt. An seiner Seite hat sich Milos Degenek als überraschend starker Partner auf ungewohnter Position herauskristallisiert. Am zwischenzeitlichen Ausgleich für Nürnberg war er zwar beteiligt, doch auch er sollte seinen Platz sicher haben. Mögliche Alternativen in der Innenverteidigung wären Rodnei oder Youngster Felix Uduokhai.

Äußerst stark präsentierte sich Maximilian Wittek auf der Linksverteidiger-Position, auch er sollte gesetzt sein. Fanol Perdedaj ist eigentlich ein klassischer Sechser, doch in Nürnberg zeigte er, dass er als Rechtsverteidiger überzeugen kann. Filip Stojkovic fällt noch verletzt aus (Oberschenkelzerrung), ein möglicher Ersatz-Kandidat für die Position wäre Marnon Busch.

Mittelfeld

Runjaic dürfte gegen Union Berlin weiterhin auf eine Doppel-Sechs setzen, denn die Hauptstädter kommen mit dem zweitstärksten Angriff der Liga. Es gibt keinen Grund, am starken Duo Daniel Adlung und Michael Liendl etwas zu ändern. Beide ergänzten sich gut, sorgten für Stabilität im Mittelfeld und setzten die Offensivspieler mit ihren Pässen gut in Szene.

Auch auf der rechten Außenbahn hat der 1860-Trainer keinen Wechselbedarf, der auf den Flügel beorderte Karim Matmour vertrat den verletzten Aigner bravourös.

Anders allerdings stellt sich die Situation auf der linken Seite dar. Daylon Claasen konnte dort kaum überzeugen, zu wenig Druck und Struktur kamen von seiner Seite. Eine mögliche Alternative hier wäre Victor Andrade, der sein Können als Joker bereits aufblitzen ließ, in Nürnberg aber nicht ganz zu seinem Spiel fand. Die wahrscheinlichere Alternative wäre somit Levent Aycicek.

Angriff

Erstmals in dieser Saison traten die Löwen am vergangenen Spieltag mit einer Doppelspitze auf - einem echten Oldie-but-goldie-Duo. Sascha Mölders (31) feierte sein Startelf-Debüt, Ivica Olic bekam einen Partner an die Seite. Ein Genie-Streich, beide hatten entscheidenden Anteil am Derbysieg.

Warum also sollte Kosta Runjaic im Angriff und an der 4-4-2-Formation etwas ändern? Von der Bank könnten Stefan Mugosa, der in der Vorbereitung regelmäßig traf, oder eventuell Youngster Nico Karger bei Bedarf für neuen Wind in der Offensive sorgen.

Mögliche Löwen-Aufstellung gegen Union Berlin: Zimmermann - Perdedaj, Mauersberger, Degenek, Wittek - Adlung, Liendl - Matmour, Aycicek (Andrade) - Mölders, Olic.

WhatsApp-News zum TSV 1860 gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für Löwen-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Löwen direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

auch interessant

Meistgelesen

1860-Investor Ismaik droht Hoeneß und dem FC Bayern
1860-Investor Ismaik droht Hoeneß und dem FC Bayern
1860 vs Dresden: Polizei im Dauereinsatz
1860 vs Dresden: Polizei im Dauereinsatz
So hat Bierofka die Löwen wieder aufgeweckt
So hat Bierofka die Löwen wieder aufgeweckt
Ismaik: So entwickelte sich sein Verhältnis zu den Fans
Ismaik: So entwickelte sich sein Verhältnis zu den Fans

Kommentare