PK vor dem Spiel gegen Aue

So will Runjaic die Verletzung von Andrade ausgleichen

+
Kosta Runjaic.

München - Die Verletzung von Victor Andrade ist besonders bitter für die Löwen. Doch Trainer Kosta Runjaic hat noch andere Kandidaten, die statt des Brasilianers auflaufen können.

Auch ohne den verletzten Hoffnungsträger Victor Andrade will der TSV nach dem Pokal-Erfolg in der 2. Fußball-Bundesliga durchstarten. „Ich glaube fest daran, dass wir den Turnaround schaffen werden“, sagte Trainer Kosta Runjaic am Tag vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger Erzgebirge Aue (Freitag 18.30 Uhr). Allen habe der Einzug in das Achtelfinale des DFB-Pokals und der Erfolg in Würzburg „richtig gut getan“, sagte Runjaic. „Das war sehr wichtig.“ Im Achtelfinale treffen die „Löwen“ am 7. oder 8. Februar auswärts auf den Drittligisten Sportfreunde Lotte.

Nach zuletzt vier Niederlagen nacheinander und sechs Spielen ohne Sieg müssen die Löwen gegen die Sachsen auf Stürmer Andrade verzichten. Der Brasilianer hatte beim 4:3-Erfolg nach Elfmeterschießen am Dienstag bei den Würzburger Kickers einen Kreuzbandriss erlitten und fällt rund ein halbes Jahr aus. „Natürlich ist das ein Schock für uns“, sagte Sportchef Thomas Eichin. „Ganz besonders leid tut es uns für Victor, der zurzeit richtig gut drauf war und sich zuletzt immer stärker präsentierte.“

Liendl oder Olic wieder Einsatzbereit?

Andrade fehlt, dafür könnte der zuletzt nicht berücksichtigte Michael Liendl wieder eine Chance erhalten. „Wir werden die Spieler heute wieder beobachten und dann entscheiden, wer am Freitag spielen wird. Es kann durchaus sein, dass er gegen Aue nicht nur im Kader steht, sondern auch von Beginn an spielt.“ Doch warum wurde Liendl zuletzt aufs Abstellgleis geschoben? „Es ist klar, dass er vor dem Spiel gegen Würzburg im A-Team aufgestellt war und während dem Abschlusstraining meine Eindrücke nicht bestätigt hat. Das war meine Wahrnehmung. Er ist nicht suspendiert.“ Auch die Aufstellung von Ivica Olic, der nach seiner Sperre wegen Sportwetten wieder spielen dürfte, ist noch ungewiss:  „Ich bin zuversichtlich. Er hat die letzten Tage sehr gut trainiert und individuell gearbeitet. Heute können wir wieder auf den Einser-Platz, das ist Premiere. Da werden wir nach der Trainingseinheit entscheiden, ob er dabei ist oder nicht.“

„Die Mannschaft lebt“

Zwischen 15 000 und 18 000 Zuschauer werden beim Heimspiel erwartet - und die sollen die Münchner antreiben. „Bereits beim VfB hat unsere Mannschaft gekämpft wie Löwen, sich geschlossen gegen eine erneute Niederlage gewehrt, auch wenn es am Ende nicht für einen Punkt gereicht hat“, erklärte Präsident Peter Cassalette und appellierte an die Fans. „Dennoch glaube ich fest daran, dass auch in der Liga wieder bessere Phasen kommen, in denen unser Team Eure Unterstützung zurückzahlen wird.“ Auch Investor Hasan Ismaik ist aktuell angetan. „Die Mannschaft lebt“, kommentierte der Jordanier.

Die Statistik macht den „Löwen“ Hoffnung, denn im Duell zwischen Aue und 1860 tut sich traditionell die Auswärtsmannschaft schwer. 18 Mal trafen 1860 München und Erzgebirge Aue in der zweiten Liga aufeinander. Dabei gewann nur zweimal die jeweilige Gästemannschaft. „Wenn wir unsere Leistung bringen bin ich sicher, dass wir gegen Aue gewinnen“, sagte Runjaic.

dpa/lby

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

1860-Investor Ismaik droht Hoeneß und dem FC Bayern
1860-Investor Ismaik droht Hoeneß und dem FC Bayern
1860 vs Dresden: Polizei im Dauereinsatz
1860 vs Dresden: Polizei im Dauereinsatz
So hat Bierofka die Löwen wieder aufgeweckt
So hat Bierofka die Löwen wieder aufgeweckt
Ismaik: So entwickelte sich sein Verhältnis zu den Fans
Ismaik: So entwickelte sich sein Verhältnis zu den Fans

Kommentare