Moniz "tut die Situation weh"

Nur 1:1! Löwen schlecht wie nie in Liga zwei

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Tristesse nach dem Schlusspfiff: Die Löwen warten weiter auf ihren ersten Sieg in der Liga.

München - Der TSV 1860 München kommt weiterhin nicht in die Gänge. Gegen den Aufsteiger SV Darmstadt reicht es nach einer großteils schwachen Leistung nur zu einem Unentschieden. Okotie rettet mit seinem vierten Saisontor den Punkt.

Die Löwen bleiben weiter am Tabellenende hängen. Vier Spieltage – kein Sieg! So schlecht ist 1860 München noch nie in die zweite Liga gestartet. Nach dem 0:3 gegen Leipzig gab’s im zweiten Heimspiel vor 19 300 Zuschauern gegen einen Aufsteiger, Darmstadt 98, aber wenigstens ein 1:1 (0:1). Weil wieder mal Rubin Okotie zur Stelle war und mit seinem sechsten Pflichtspieltor in dieser Saison die ganz große Katastrophe verhinderte. Trotzdem: Zwei Punkte aus vier Spielen – das ist selbst mit Schönreden langsam nichts mehr drin. „Wir hätten es einfach besser machen müssen“, ärgerte sich Sportchef Gerhard Poschner, „Darmstadt hat es gut gemacht.“

Lahmes Offensivspiel

In den Tagen vor dem Spiel hatte sich viel um Yannick Stark und dessen im Raum stehenden Wechsel zu seinem Ex-Verein Darmstadt gedreht, weil er sich mit seiner Reservistenrolle nicht abfinden wollte. Und siehe da: Stark durfte von Anfang an ran. Als Sechser an Stelle von Ilie Sanchez, der auf der Bank Platz nehmen musste. Stark war es auch, dem sich auch die erste Torchance vor der Pause bot, die einzige wie sich dann herausstellen sollte. Sein Schuss aus 16 Metern wurde aber abgeblockt.

Ansonsten war das Offensivspiel der Löwen eine einzige Enttäuschung. Kein Spielaufbau, kein Druck – die Darmstädter lachten sich eins. Und schlugen dann selbst zu, nachdem sie gemerkt hatten, dass man gegen diese Löwen ohne Probleme nach vorne marschieren konnte. So wie Marcel Heller in der 31. Minute. Er schüttelte Kagelmacher locker ab, passte zurück und Stroh-Engel war zur Stelle – 0:1.

Nach der Pause dann endlich mehr Power und Pep im Spiel der Sechziger. Auch weil der Brasilianer Leonardo immer besser aufdrehte (Trainer Moniz: „Er ist jetzt richtig fit“) und das Offensivspiel auf Vordermann brachte. Er leitete auch das 1:1 in der 54. Minute, das über die Umwege Stark und Wood schließlich Okotie in absoluter Torjägermanier erzielte. Bobby Wood hatte vier Minuten später die große Chance zur Führung auf dem Fuß, als er allein auf Torhüter Mathenia zueilte, aber dann keine Lösung wusste. Es wäre auch nicht verdient gewesen, weil Darmstadt seinerseits noch gute Chancen vergab, einmal musste Wittek auf der Linie retten.

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„Aber zumindest hat das Publikum gesehen, dass wir gekämpft haben in der zweiten Halbzeit“, sagte Moniz, „aber trotzdem ist das Ganze natürlich frustrierend für die Mannschaft. Uns tut die Situation weh. Wir kommen immer wieder zurück, aber in den entscheidenden Momenten fehlt uns oft die Qualität.“

Gerhard Poschner bleibt dennoch einigermaßen entspannt. „Die Platzierung in der Tabelle ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht so entscheidend“, sagte er, „aber die Art und Weise wie wir spielen muss natürlich besser werden.“

Dass dabei noch der ein oder andere Neuzugang mithelfen soll, wollte Poschner nicht ausschließen. „Diese Option halten wir uns bis zur letzetn Minute offen“, sagte er. „Auf der Torwartposition machen wir aber nichts mehr.“

Und auch zur Trainerfrage äußerte er sich nach vier sieglosen Spielen: „Die Position des Trainers ist genauso wie vor dem Spiel gegen Darmstadt. Moniz sitzt auch in zwei Wochen in St. Pauli auf der Bank.“

Der Live-Ticker zum Nachlesen.

tz

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