Keine Punkte für den TSV gegen Sandhausen

Abwehrfehler im Slapstickbereich: Löwen, meint ihr das ernst?

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Sandhausens Wooten traf zum 3:2.

Sandhausen - Früher Rückstand, dann bravourös zurückgekommen, doch am Ende stehen die Löwen mit leeren Händen da. Der Bericht zur Auswärtspartie beim SV Sandhausen:

Schön langsam kann man sie nicht mehr ernst nehmen, die Löwen. Unglaubliche Abwehrfehler im Slapstickbereich sorgten dafür, dass der TSV 1860 am Sonntag trotz 2:1-Führung am Ende mit einer 2:3-Pleite aus Sandhausen heimfahren musste. Das Zwischenhoch mit dem Pokalerfolg in Würzburg und dem 6:2-Sieg gegen Aue wurde schnell wieder von dunklen Wolken verdrängt. Vor allem für Trainer Kosta Runjaic könnte es langsam finster werden. Die tz weiß, dass er bei einer Niederlage gegen Aue, möglicherweise sogar bei einem Unentschieden, gehen hätte müssen. Welche Auswirkungen der Auftritt in Sandhausen hat, bleibt abzuwarten. Auffällig war auf alle Fälle, dass Investor Hasan Ismaik schon den hohen Sieg gegen Aue alles andere als euphorisch kommentiert hatte, der Auftritt in Sandhausen dürfte seine Laune nicht verbessert haben.

Allein, wie das Spiel schon losging… Die Löwen hatten Anstoß, aber Sandhausen führte nach handgestoppten 14,8 Sekunden mit 1:0. Lacazette hatte den Ball verloren, Wooten machte Dampf auf der linken Seite und Derstroff knallte die Kugel am verdutzten Torhüter Jan Zimmermann vorbei ins Tor.

Ein Schock, von dem sich die Löwen, bei denen Sascha Mölder erstmals die Kapitänsbinde trug, aber relativ schnell erholten. Nach zwölf Minuten traf Ivica Olic mit seinem ersten Saisontor zum 1:1. Nach einer Ecke von Liendl hatte Lacazette den Kroaten in Schussposition gebracht. Und Olic hätte seine Quote sogar verdoppeln können, aber er traf nach einer halben Stunde freistehend am Tor vorbei. Die Löwen bekamen das Spiel besser in den Griff und zwei Minuten vor der Halbzeit klappte es dann doch noch. Nach einer Ecke von Liendl verlängerte Mölders den Ball per Kopf vors Tor, wo Uduokhai goldrichtig stand und den Ball aus einem Meter ins Tor drosch.

Es wird aber ein Mysterium bleiben, warum der TSV 1860 mit dieser Führung nach der Pause überhaupt nichts anzufangen wusste. Auch für Kosta Runjaic. „Wir hatten doch den psychologischen Vorteil mit der Führung in der zweiten Halbzeit, aber wenn die Spieler nicht das tun, was besprochen wurde, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Spiel verloren geht.“

Bilder und Noten der Löwen-Pleite: Ein Zweier und drei Fünfer

Mutiges Offensivspiel von beiden Teams

Unglaubliche Passivität im Spiel der Blauen, die bestraft wurde – mit lachhaften Toren. Erst legte Wittek Gordon den Ball zum Ausgleich auf (64.), als er eigentlich auf der Linie retten wollte. Und beim Siegtreffer von Sandhausen legte Wittek den Ball für Wooten auf (73). Es war nicht zu glauben. „Es ist wirklich schwer, die richtigen Worte zu finden“, sagte Mölders, „alle waren wir in der zweiten Halbzeit schlecht.“ Und Michael Liendl meinte: „Wir haben nicht mehr nach vorn attakiert und waren am Ball viel zu hektisch.“

Die Löwen hatten nur eine Chance nach der Pause. Aber Torhüter Knaller parierte den Schuss von Neuhaus großartig (69.). Mehr war nicht. Und für Runjaic könnte es zu wenig gewesen sein.

Die Partie im Ticker nachlesen!

mc, uk

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