Abgeschobenes spanisches Trio

Das machen die Ex-Löwen Rodri, Bedia und Sanchez 

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Die Spanier Rodri (l.), Sanchez und Bedia (r.) wurden bei den Löwen allesamt als Fehleinkauf abgestempelt. 

München - Rodri, Edu Bedia und Ilie Sanchez wurden 2014 unter dem damaligen Sportchef Gerhard Poschner mit viel Hoffnung verpflichtet. Nach einem desaströsen Jahr wurde das Trio im Sommer aussortiert. Was machen die drei Ex-Löwen eigentlich heute?

Dem ehemaligen Löwen-Sportchef Gerhard Poschner sind vor allem drei Verpflichtungen zum Verhängnis geworden: Mit großem Gebrüll wurden Edu Bedia, Ilie Sanchez und Rodri von der zweiten Mannschaft des FC Barcelona für die Spielzeit 2014/15 verpflichtet. Doch den Vorschusslorbeeren wurde das spanische Trio nicht ansatzweise gerecht - sondern enttäuschte komplett. Als sich die Löwen am Saisonende erst durch die Relegation in der zweiten Bundesliga retteten, waren die Drei längst aussortiert. 

Trio kehrt nach Spanien zurück - Sanchez überzeugt

Als Erster machte Bedia den Abflug aus München und wechselte Mitte Juli zum spanischen Zweitliga-Aufsteiger Real Oviedo. Anfang August flüchtete auch Rodri aus der bayerischen Landeshauptstadt und schloss sich leihweise Real Valladolid, ebenfalls in der zweiten spanischen Liga, an. Die Hängepartie um Ilie Sanchez beendeten die Löwen Ende August. Auch den 24-Jährigen zog es zurück in Spaniens zweithöchste Spielklasse. Der defensive Mittelfeldspieler schnürt in dieser Spielzeit auf Leihbasis für den FC Elche seine Fußballschuhe. 

Und wie ist die Zwischenbilanz der Drei? Sanchez wurde in allen zehn Spielen seit Vertragsbeginn eingesetzt. Die ersten vier Partien kam er von der Bank - an den vergangenen sechs Spieltagen lief er von Beginn an im defensiven Mittelfeld des derzeitigen Tabellen-Achten auf. Am vergangenen Wochenende übernahm der Spanier Verantwortung und verwandelte den Elfmeter zum 2:1-Sieg gegen Ossasuna. Es war der erste Saisontreffer für seinen neuen Verein. Sanchez scheint sich bei seinem neuen Klub immer besser zurechtzufinden und übernimmt mehr und mehr eine Führungsrolle, wie die Ausführung des Strafstoßes belegt.

Rodri: Bilanz in Valladolid jetzt schon besser als bei 1860

Rodri kam in der Vorsaison zu zwölf Einsätzen für die Löwen und erzielte dabei lediglich einen Treffer. Die Bilanz hat der Leihspieler bei Valladolid bereits getoppt. In allen zwölf Ligaspielen wurde er eingesetzt, zehnmal von Beginn an. Der Angreifer traf bereits dreimal. Wie auch Sanchez zeigt der Mittelstürmer in der Heimat ansteigende Form. Doch zeugen sechs Auswechslungen davon, dass der 25-Jährige in der Sturmspitze nicht gänzlich unumstritten ist. 

Bedia knüpft an Löwen-Leistungen an

Während Rodri und Sanchez verliehen wurden, gelang es den Löwen, Bedia zu verkaufen. Doch auch für Real Oviedo scheint sich der zentrale Mittelfeldspieler als Fehleinkauf zu entpuppen. Am dritten Spieltag stand der 26-Jährige, der bei den Löwen noch am ehesten derjenige aus dem Trio war, der ab und an zu überzeugen wusste, erstmals im Kader und kam wie in den drei folgenden Ligaspielen zu Kurzeinsätzen. Am siebten Spieltag gab er seine Premiere in der Startelf und wurde nach 60 Minuten wieder vom Platz genommen. Gleiches gilt für das anschließende Pokalspiel, in dem das Aus gegen Ligarivale Mirandes erfolgte. In den weiteren fünf Spielen der Segunda Division wurde Bedia nicht mehr für den Kader nominiert, allerdings hat der Spanier immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Dennoch: Den Mittelfeldspieler können allem Anschein nach auch die heimatlichen Gefilde nicht beflügeln.

Löwen-Zukunft für Rodri und Sanchez unwahrscheinlich 

Laut Vertragslage kehren Rodi und Sanchez nach Ablauf ihrer Ausleihe zum Saisonende zu den Blauen zurück, wo sie noch gültige Arbeitspapiere bis Juni 2017 besitzen. Doch trotz ihrer ansteigenden Leistungskurve ist es äußerst unwahrscheinlich, dass sie nochmal das Löwen-Trikot überstreifen werden. 

deu 

 

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