Verdiente Niederlage in Fürth

Löwen verpatzen den Saisonstart - "Das war verdient"

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Die Löwen (in ungewohntem Gelb) nach dem 0:1.

München - Sieben Neue, aber der alte Trott. Die runderneuerten Löwen enttäuschten auf der ganzen Linie beim Saisonauftakt in Fürth und verloren zum vierten Mal hintereinander eine Premierenpartie.

0:1 (0:1) hieß es am Ende im Ronhof, und der TSV 1860 konnte noch ganz froh sein, dass man nicht richtig unter die Räder geraten ist. „Der Sieg für die Greuther war verdient“, sagte Löwentrainer Kosta Runjaic. Und wie! Denn die Fürther besaßen noch jede Menge Chancen für einen mehr als deutlichen Sieg. Das sagt eigentlich schon alles über die Vorstellung der Löwen, die sich nur eine nennenswerte Möglichkeit erarbeiteten, nämlich als Olic in der 52. Minute an Torhüter Megyeri scheiterte. Das aber war schon der Gipfel jeglicher Gefährlichkeit.

Hinten wacklig - vorne harmlos

Einer Mannschaft, die für viel Geld verstärkt wurde, aber in keinster Weise irgendwelchen Erwartungen gerecht werden konnte. „Wir sind noch nicht hundertprozentig eingespielt“, hatte Runjaic im Vorfeld angemerkt, aber so etwas wie am Sonntag hatte er wohl auch nicht erwartet. Eine äußerst wacklige Abwehr mit einer unsicheren Innenverteidigung, die am Ende auch den Siegtreffer der Fürther auf ihre Kappe nehmen musste. Erst störte Mauersberger Berisha nicht energisch genug beim Kopfball, und anschließend kam Degenek gegen den Torschützen Zulj zu spät.

Im Spiel nach vorn viel zu wenig Tempo, keine Ideen aus dem pomadigen Mittelfeld, und die Angreifer Olic, Mugosa und Aigner erhielten so gut wie keine Unterstützung. Und einen Victor Andrade, der mit Abstand schnellste Stürmer beim TSV 1860, hatte man erst gar nicht mitgenommen…

Bilder & Einzelkritik zur 1860-Niederlage: Reihenweise Vierer für die Löwen

Bereits nach 18 Minuten hätte Fürth in Führung gehen können, aber Vukusic vergab die große Möglichkeit gegen eine unsortierte Löwenabwehr. Dann entschärfte Torhüter Zimmermann mit einem Klassereflex einen Freistoß von Gjasula (40.), aber kurz drauf traf Zulj zum 1:0 (45.).

Nach der Pause übertrafen sich die Fürther im Daneben- und Drüberschießen aus besten Positionen: Berisha knallt ans Außennetz (50.), Berisha zielt knapp am langen Eck vorbei (53.), Freis haut aus acht Metern drüber (55.), Narey zielt übers Tor (59.), Berisha schießt wieder mal daneben (62.), Freis vergibt eine Riesenchance (74.), Tripic knallt freistenend übers Tor (79.) und Dursun verfehlt knapp das lange Eck (84.).

Und die Löwen schauten immer tatenlos zu. Keine Handlungsschnelligkeit, kein Biss – so gewinnt man gegen keinen Gegner ein Spiel.

Hier können Sie den Ticker nachlesen.

lk/tz

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