Runjaic freut sich auf möglichen Hammer-Transfer

Cassalette überzeugte Ismaik: Darum wäre Aigner so wichtig

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Heimweh nach Giesing: Stefan Aigner steht vor der Rückkehr.

München - Stefan Aigner und der TSV 1860 - es könnte tatsächlich zu einer Rückkehr kommen. Nach tz-Informationen führen die Löwen und Eintracht Frankfurt intensive Gespräche.

Eigentlich sollte Stefan Aigner am kommenden Montag mit Eintracht Frankfurt ins Trainingslager nach Bruneck/Südtirol aufbrechen. Eigentlich…

Denn nun soll der Herzblut-Löwe vor einer Rückkehr zu seinem Lieblingsklub stehen. Wie die tz aus Aigners Umfeld erfuhr, haben sich die Gespräche zwischen Eintracht Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner und seinem 1860-Pendant Thomas Eichin in den letzten Tagen deutlich intensiviert und konkretisiert. Als Ablöse für den bald 29-jährigen Rechtsaußen (Vertrag in Frankfurt bis 2018) sollen gut zwei Millionen Euro aufgerufen sein. Aigner sei ja quasi „an der Grünwalder Straße geboren“, sagte Trainer Kosta Runjaic am Donnerstag nach der Olic-Präsentation auf dem Trainingsgelände. Und er bringe „die Bereitschaft mit, sich voll dem Team hinzugeben“.

Aigner selbst hielt sich auf tz-Nachfrage bedeckt. Von einem feststehenden Wechsel könne „keine Rede“ sein, meinte er auf dem Weg zum Nachmittagstraining. Sein Frankfurter Teamkollege Alex Meier sagte: „Wenn sie den Aiges verkaufen, wäre das eine absolute Katastrophe – sportlich wie menschlich.“

Und für Sechzig eine Riesennummer. Noch vor zwei Wochen hatte 1860-Präsident Peter Cassalette beschwichtigend auf die Frage nach einer möglichen Aigner-Rückkehr reagiert. „Im Moment ist das weit weg“, meinte er zur tz. Seitdem hat Cassalette eine Menge Überzeugungsarbeit bei Hasan Ismaik geleistet. Und der Oberlöwe aus Abu Dhabi hat inzwischen verstanden, dass Aigner die bayerische Identifikationsfigur schlechthin für Sechzig wäre. Dazu ist der gebürtige Münchner und überzeugte Dialektsprecher noch im besten Fußballer-Alter.

"Sechzig braucht solche Figuren wie den Stefan"

„Wenn es die Möglichkeit gibt, Aigner zurückzuholen, dann bin ich zu 100 Prozent dafür“, sagte Meisterlöwe Peter Grosser am Donnerstag zur tz. „Sechzig braucht solche Figuren wie den Stefan, beim Gehaltsgefüge muss man natürlich aufpassen, dass man das Gemeinschaftsgefühl nicht gefährdet.“ Auf gut anderthalb Millionen Euro Jahresgehalt wird Aigner in Frankfurt taxiert. Bei 1860 wäre er schon mit einer Million Euro der Topverdiener.

Rein finanziell betrachtet hätte Aigners Rückkehr zu 1860 einen bitteren Beigeschmack. Grund: Vor vier Jahren hatte Aigner die Löwen ablösefrei Richtung Frankfurt verlassen, da er sich mit dem damaligen Geschäftsführer Robert Schäfer nicht auf eine Vertragsverlängerung hatte einigen können. Nach tz-Informationen wollte Aigner beim Jahresgehalt ein Plus von 100.000 Euro, die Löwen boten ihm nicht einmal die Hälfte. Ein teurer Fehler. Ismaik wird sich mit Grausen erinnern.

Ludwig Krammer, Claudius Mayer, Peppi Schmitt

Löwen-Training am Donnerstag: Olic und Co. schwitzen für den Saisonstart

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