"Ich habe ein viel besseres Gefühl"

Mugosa und Runjaic: Klappt es im zweiten Anlauf?

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Stefan Mugosa freut sich über seine fünf Treffer gegen den TSV Pöllau.

Bad Waltersdorf – Kosta Runjaic kennt Stefan Mugosa noch vom 1. FC Kaiserslautern. Damals scheiterte der Stürmer. Klappt es jetzt bei 1860? Sein Fünf-Tore-Auftritt gegen Pöllau lässt hoffen.

Ein bisschen hat sich Stefan Mugosa schon gewundert über sein seltenes Kunststück. „Ich war immer im richtigen Moment an der richtigen Stelle“, erzählt er. Fünf Mal ist das so gewesen beim 9:0 im Testspiel des TSV 1860 beim TSV Pöllau. Fünf Mal hat der nach der Halbzeit eingewechselte Montenegriner in den Kasten des Viertligisten getroffen – und das in rekordverdächtiger Zeit. Die ersten drei Tore erzielte er binnen drei Minuten. Für den Vierpack benötigte er neun Minuten, der Fünferpack war nach 29 Minuten vollbracht. „Ein Stürmer braucht das, er lebt davon“, sagt Mugosa, „Tore sind für ihn das Brot auf dem Tisch.“

So gesehen hat der 24-Jährige in der vergangenen Saison am Hungertuch genagt. 19 Einsätze im Sechziger-Trikot hatte der Angreifer, davon vier in der Startelf. Seine Bilanz: 0 Tore. „Meine Stärke ist der Abschluss“, sagt Mugosa, „aber ich hatte nicht eine gute Chance.“ Allein beim 2:1-Coup im Pokal beim FSV Mainz ließ er sein Können aufblitzen. „Da hatte ich eine halbe Chance.“ Er nutzte sie zum Ausgleich. Sein bisher einziges Erfolgserlebnis in München.

Seit nunmehr zwei Jahren versucht sich Mugosa im deutschen Profifußball. Gekommen war der Stürmer mit passablen Referenzen. Für Mladost Podgorica hatte er 15 Tore erzielt in 29 Spielen, wurde damit Torschützenkönig in Montenegros 1. Liga. Doch in Kaiserslautern versuchte er vergeblich Fuß zu fassen. In der Hinrunde der Saison 2014/15 brachte es die 1,88 m große Offensivkraft auf gerade einmal einen 12-Minuten-Einsatz. Mehr Bewährungschancen wollte ihm sein Trainer nicht geben. Dieser hieß übrigens: Kosta Runjaic.

Mugosa wurde zum Zweitligisten Aue ausgeliehen. Mit seinen vier Toren in 18 Spielen konnte er den Abstieg der Erzgebirgler nicht verhindern. Danach ließen ihn die Kaiserslauterer – Trainer Runjaic hatte nichts dagegen – zu den Sechzigern ziehen. In München wartete der Neuzugang zwar im Training mit spektakulären Aktionen auf, im Spiel war er aber oft fast unsichtbar.

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Davon konnte nun in der Steiermark nicht die Rede sein. Sicher, gegen einen österreichischen Viertligisten stürmt es sich leichter als in der 2. Liga, aber Mugosa präsentierte sich urplötzlich mit ganz anderer Körpersprache, rackerte, kämpfte um jeden Ball. „Ich habe gebissen und gegrätscht, um zu Chancen zu kommen.“ Die fünf Tore fielen sicher nicht zufällig. „Ich habe ein viel besseres Gefühl als in der letzten Saison“, erzählt Mugosa: „Ich habe gut trainiert – und dafür wird man auch belohnt.“

Vielleicht künftig auch von Runjaic. Sein neuer und alter Trainer merkte nach der Partie in Pöllau an: „Es hat mich gefreut für Stefan.“ Ein Lob, zweifelsohne.

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