Vor dem Gipfeltreffen mit Hoffenheim

Steinberger möchte personell nichts riskieren

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Josef Steinberger freut sich auf das Gipfeltreffen mit der TSG Hoffenheim

TSV 1860 München - Nachdem die beiden Teilnehmer an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest längst ermittelt sind, scheint es nun fast so, als ob sich keiner dafür als Tabellenerster qualifizieren möchte.

Sowohl der TSV 1860 als auch die TSG Hoffenheim mussten am Wochenende Niederlagen hinnehmen, die Münchner führen das Tableau damit weiter mit drei Punkten Vorsprung an. Während der Meister der Südstaffel im Halbfinale am 10. Mai zunächst die beste U19 aus dem Norden empfängt, hat der Süd-Zweite erst im entscheidenden Rückspiel am 16. Mai gegen den West-Meister Heimrecht.

Dennoch kann getrost ausgeschlossen werden, dass sich Josef Steinbergers Junglöwen die 1:2-Pleite am Samstag in Freiburg aus strategischen Gründen freiwillig eingehandelt hätten. War der Nachwuchs von der Grünwalder Straße doch bereits am Freitag gen Breisgau gereist. Und auch die Reaktion des 42-jährigen 1860-Coaches spricht dagegen. Nachdem seine Elf die beiden Treffer zum 0:2-Halbzeitrückstand binnen vier Minuten (28., 32.) kassiert hatte, zeterte der Junglöwen-Trainer: „Wir waren zu naiv, so unkontrolliert und ohne jede Absicherung darf ich nicht in Konter laufen. Einer Spitzenmannschaft darf so etwas nicht passieren.“ Erst in der Schlussphase gelang Thomas Haas der Anschlusstreffer zum Endstand (79.), laut Steinberger wäre „vom Spielverlauf her mindestens ein Unentschieden verdient gewesen“. Seine Mannschaft aber hätte erst im zweiten Abschnitt ihr „wahres Gesicht gezeigt“, immerhin habe sie dort nachweisen können, dass „wir auch Ausfälle wie den von Moritz Heinrich kompensieren können“. Der Torjäger (19 Saisontreffer) fehlt derzeit verletzungsbedingt.

Am Samstag (13 Uhr, Grünwalder Stadion) kommt es in der vorletzten Spielrunde zum Gipfeltreffen mit Hoffenheim, zuvor aber empfängt die Steinberger-Elf am heutigen Abend noch den 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr, Trainingsgelände an der Grünwalder Straße) zum BFV-Pokal-Drittrunden-Duell. „Wir wollen eine Runde weiterkommen“, stellt der Coach trotz der hohen Belastung klar, qualifiziert sich der BFV-Pokalsieger doch für den DFB-Junioren-Vereinspokal. Der Fokus aber liegt eindeutig auf der historischen Chance, dem darbenden Giesinger Traditionsverein mit dem deutschen Meistertitel einen seltenen Höhepunkt der Vereinshistorie zu bescheren. Er werde deshalb, erklärt Steinberger, im Pokal „vor den kommenden wichtigen Spielen personell nichts riskieren.“

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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