Poschner spricht Klartext

Trotz Okotie-Doppelpacks: 1860 sucht Stürmer

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Rubin Okotie traf doppelt.

München - 1860-Sportchef Gerhard Poschner fordert für Heimspiel gegen Leipzig Besserung und sucht weiterhin einen Mittelstürmer.

Gerhard Poschner hatte keine Lust, noch groß zurückzublicken. „Im Profifußball hast du keine Zeit zum Lamentieren“, meinte der 1860-Sportdirektor und erklärte damit die 2:3- Fiasko beim 1. FC Kaiserslautern für so gut wie erledigt: „Jetzt heißt es zu verbessern, was zu verbessern ist.“

So ganz verdrängen konnte es aber selbst Poschner nicht, dass die Auftakt-Schlappe gegen zehn Lauterer nach 2:0-Führung auch für ihn äußerst schmerzhaft gewesen ist: „Das war ein sehr großes Ärgernis. Dass da bei uns keiner glücklich ist, ist völlig klar.“ Gegenüber der „tz“ merkte er zudem an: „Wir haben’s verbockt. Für dieses Spiel ist die Kritik mehr als angebracht. Aber mir ist es lieber, wir verlieren das erste Spiel so als das letzte.“

Im zweiten Saisonspiel dürfen sich die einmal mehr mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Löwen jedenfalls keine weiteren Blackouts mehr leisten. Am Sonntag steht die Heimpremiere gegen die Emporkömmling von RasenBallsport Leipzig (Anpfiff 15.30 Uhr) an. „Diese Suppe müssen wir jetzt auslöffeln. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir an die gute erste Halbzeit von Kaiserslautern anknüpfen und diesmal so spielen werden, bis der Schiedsrichter abpfeift.“ Vor allem in der Phase von der Roten Karte gegen FCK-Keeper Tobias Sippel (20.) bis zur Halbzeit hätten die Sechziger „so gespielt, wie wir uns das vorstellen“. Schwungvoll, offensiv.

Auch Trainer Ricardo Moniz, dessen Mannschaft gestern trainingsfrei hatte, warb darum, auf den positiven Dingen aufzubauen: „Gut war die Art und Weise, wie wir uns auf dem Betzenberg präsentiert haben. Gut war, dass wir versucht haben, etwas zu kreieren. Gut war Bobby Wood, er hat das zweite Tor vorbereitet, wie ich mir das vorstelle. Gut waren in der ersten Hälfe Julian Weigel und Edu Bedia. Gut waren die zwei Treffer von Rubin Okotie.“

Letzterer versucht sich ja, als Stammkraft zu etablieren. Allerdings muss Okotie weiter damit rechnen, dass ihm schon bald sein Posten streitig gemacht wird. „Wir suchen immer noch einen Mittelstürmer“, bestätigte Poschner: „Nur weil Rubin zwei Tore geschossen hat, hat sich die Situation nicht verändert. Es ist doch klar, dass wir auf dieser Position zumindest noch einen ernsthaften Konkurrenten brauchen.“ Noch ist Zeit, um fündig zu werden. Die Transferfrist endet am 2. September.

Armin Gibis

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E-Mail:armin.gibis@merkur.de

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