Bayern-Boss bestätigt Gespräch

1860-Arena-Auszug? Was Rummenigge sagt

Karl-Heinz Rummenigge
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Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern.

München - Das Stadion-Thema bei 1860 nimmt wieder Fahrt auf! Zu einem möglichen Auszug aus der Allianz Arena hat sich jetzt auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge geäußert.

Löwen-Geschäftsführer Markus Rejek hat es bereits vor einiger Zeit festgestellt: „Die 3. Liga ist uns näher, als wir glauben.“ Mittlerweile ist das Ganze sogar zur schweren Befürchtung geworden, und beim TSV 1860 macht man sich Gedanken, wo man im Fall des Abstiegs dann spielen soll. In der Allianz Arena offenbar nicht mehr. Präsident Gerhard Mayrhofer und Geschäftsführer Markus Rejek haben sich deshalb kürzlich mit einem Vertreter des FC Bayern über einen Auszug der Blauen aus dem Stadion in Fröttmaning unterhalten.

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsboss des FC Bayern, bestätigte das nach dem 8:0 der Bayern gegen den HSV: „Sechzig hat sich mit Bayern treffen wollen und getroffen. Ich war nicht dabei, das Gespräch hat mein Kollege Herr Dreesen (Finanzvorstand, d. Red.) geführt. Es gibt da gewisse Fragen von 1860, um sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die die Zukunft betreffen. Wir sind ein seriöser Vermieter, der sich mit den Wünschen der Mieter seriös auseinandersetzt.“

Rund fünf Millionen Euro zahlen die Löwen derzeit pro Saison an Miete und Betriebskosten, um in der Arena spielen zu können, eine Summe, die in der 3. Liga, wo es weitaus weniger an TV-Geldern als eine Klasse höher gibt, nicht zu stemmen wäre. Der Mietvertrag des TSV 1860 läuft eigentlich noch bis 2025, verständlich, dass man sich darum kümmert, aus ihm rauszukommen.

Rummenigge: „Ich glaube, 1860 setzt sich mit dem Worst Case auseinander. Das wünsche ich ihnen nicht, aber es ist auch nicht unsere Aufgabe, sich damit auseinanderzusetzen.“ Sollte es aber am Ende zu einem Auszug kommen, könnte der Rekordmeister dann seine Arena so richtig bayernlike aufrüsten. Auf die Frage, ob es dann rote Sitze geben würde, antwortete Rummenigge: „Die gäbe es dann.“

Bei einem Abstieg wäre wohl das Grünwalder Stadion erste Anlaufstelle für die Sechziger, auch ein Wechsel ins Olympiastadion oder in den Hachinger Sportpark wäre denkbar. Im Hintergrund wurden zwar stets auch Pläne für ein eigenes Löwengehege verfolgt - doch für einen Drittligisten wäre dieses wohl nicht zu realisieren.

tz/lin

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