1860 mit Horror-Bilanz gegen KSC

Maurer vor Pokal-Duell: "Zu meiner Zeit waren die Ansprüche höher"

+
Mai 2015: Eine von sechs Niederlagen gegen den KSC: Adlung (li.) und Bülow (re.) sind bedient.

München - Gegen den Karlsruher SC hat der TSV 1860 in den letzten sechs Spielen eine regelrechte Horror-Bilanz. Der wollen die Löwen im Pokal-Duell nun ein Ende setzen.

So richtig gefreut haben sich die Löwen bei der Pokalauslosung über den Gegner ohnehin schon nicht. „Eine sehr, sehr starke Mannschaft“, urteilte dann auch am Freitag nochmal Sportchef Thomas Eichin über den Karlsruher SC. Ein Zweitligist, weil der TSV 1860 aufgrund seines schlechten Tabellenplatzes in der abgelaufenen Saison in den Los­topf der Drittligisten und Amateure befördert worden war. Dass sie dann ausgerechnet die Karlsruher zugelost bekommen haben, erhöhte den Spaßfaktor an der Grünwalder Straße auch nicht. Durchaus nachvollziehbar: Denn die letzten sechs Zweitligaspiele gegen den KSC gingen allesamt verloren. Torverhältnis: 4:14. Eine absolute Horrorbilanz, die förmlich nach einem Ende schreit.

Das Kuriose an der Geschichte: Die vier Spiele vor dieser furchtbaren Serie haben die Löwen allesamt gegen den KSC gewonnen. Mit einem Trainer, der mittlerweile schon auf zehn Nachfolger bei den Löwen verweisen kann: Reiner Maurer. Er konnte KSC, einen handfesten Grund warum, wusste er aber auch nicht zu nennen. „Vielleicht, weil mein Sohn in Karlsruhe geboren ist“, witzelte Maurer, der mittlerweile in Thailand tätig ist. „Nein im Ernst: Keine Ahnung. Aber zu meiner Zeit waren ja auch die Ansprüche höher. Da wurde schon gemosert, wenn wir gegen Sandhausen nur 4:0 gewonnen haben…“

Heutzutage sind die Ansprüche tatsächlich anders. Wie sonst ist die Aussage von Kosta Runjaic zu werten, der am Freitag feststellte: „Wir werden uns, so hoffe ich, ähnlich präsentieren wie im letzten Heimspiel.“ Diese Meinung dürften nicht viele teilen, denn: Beim 1:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld war nur eins schön: Das Ergebnis.

Runjaic hofft eben, „dass uns der Sieg Selbstvertrauen gegeben hat, ansonsten sind wir immer noch in der Findungs- und Kennenlernphase“.

Was möglicherweise auch einen weiteren neuen Spieler betrifft. Denn obwohl die Löwen mit Matmour, Zimmermann, Busch, Andrade, Ribamar, Aigner, Olic, Stojkovic und Perdedaj in diesem Sommer bereits neun Spieler verpflichtet haben, will man vor dem Ende der Transferperiode am 31. August doch noch mal zuschlagen. Ein Innenverteidiger soll nach wie vor her. Zwar hat der TSV 1860 in den bisherigen zwei Zweitligaspielen nur einen Treffer kassiert, aber das war in erster Linie dem Glück, dem Zufall und dem Unvermögen der gegnerischen Angreifer geschuldet.

Ein Name wird schon seit Monaten an der Grünwalder Straße gehandelt und ist mittlerweile wieder sehr aktuell: Georg Niedermeier. Mit dem ehemaligen Stuttgarter hat sich die sportliche Leitung des TSV 1860 erst kürzlich wieder zu Gesprächen getroffen. Von einer Einigung kann allerdings noch nicht die Rede sein. Zum einen spekuliert der 30-Jährige immer noch mit einem Engagement in England, zum anderen liegt man, was die finanziellen Vorstellungen beider Seiten betrifft, noch beträchtlich auseinander. Niedermeier, so war zu hören, soll sich im Preissegment von Stefan Aigner und Ivica Olic sehen. Die Löwen tun das nicht …

auch interessant

Meistgelesen

Was machte Dieter Hecking in Giesing?
Was machte Dieter Hecking in Giesing?
Eichin offiziell weg - Boykott gestoppt - Bierofka bleibt
Eichin offiziell weg - Boykott gestoppt - Bierofka bleibt
1860-Ticker: Eichin weg, Gerges weg - wer kommt jetzt?
1860-Ticker: Eichin weg, Gerges weg - wer kommt jetzt?
Pereira ist Trainerkandidat bei 1860 - Interesse bestätigt
Pereira ist Trainerkandidat bei 1860 - Interesse bestätigt

Kommentare