Investor gegen Kaiserslautern im Stadion

Fall Runjaic: Senkt Ismaik am Montag den Daumen?

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Bleibt‘s auch am Montag beim Lächeln? Ismaik und Runjaic.

München - Am Montag empfangen die Löwen den 1. FC Kaiserslautern. Wird es ein Schicksalsspiel für Kosta Runjaic? Im Stadion mit dabei: Investor Hasan Ismaik.

Es gibt Spiele, an die Trainer bei ihrer Karriereplanung am liebsten keinen Gedanken verschwenden würden. Wenn’s nämlich um alles oder nichts geht, um den eigenen Job. Kosta Runjaic steht Montagaabend vor dieser Situation. Gegen den 1. FC Kaiserslautern (bei uns im Live-Ticker) muss ein Sieg her, ansonsten dürfte seine Tätigkeit beim TSV 1860 nach nur fünf Monaten beendet sein.

Dass auch Investor Hasan Ismaik einfliegen und sich in der Allianz Arena selbst ein Bild vom Zustand der bisher so enttäuschenden Löwen (nur elf Punkte aus zwölf Spielen) machen will, dürfte für Runjaic alles andere als beruhigende Wirkung haben. Senkt der Investor noch im Stadion nach dem Abpfiff den Daumen? Schon während des Spiels könnte es Indizien geben, die auf Ismaiks Laune schließen lassen. Spielt der Mann aus Abu Dhabi zum Beispiel gelangweilt auf seinem Smartphone herum, ist höchste Vorsicht angeraten …

Zwar sagt Präsident Peter Cassalette, dass Ismaiks Anwesenheit in München „nichts mit der aktuellen Brisanz zu tun“, sondern „sich so ergeben“ habe. Andererseits hat der Investor sonst nichts anderes vor in der bayerischen Landeshauptstadt, will auch, so heißt es, ganz schnell wieder zurückfliegen. Er ist also schon ausschließlich wegen des TSV 1860 in München.

Cassalette: „Keine schnelle Entscheidung“

Es werde aber im Fall des Falles trotzdem „keine schnelle Entscheidung“ geben, so Cassalette, und das habe nichts damit zu tun, dass er am Dienstag nicht vor Ort ist, sondern nach Portugal reist. Zusammen mit Roland Kneißl, dem Geschäftsführer der Fanartikel GmbH, ist er von Löwenausrüster Macron, der auch Sporting Lissabon unter Vertrag hat, zum Spiel gegen Real Madrid eingeladen. Champions-League-Luft schnuppern. Wann kommt man als Löwe schon mal zu dieser Gelegenheit?

Sollte das Ergebnis am Montag allerdings Diskussionsbedarf einfordern, werde man das in Ruhe tun. Cassalette: „Dann werden wir uns zusammensetzen und beraten, ob es Gravierendes zu verändern gibt. Schließlich geht’s am kommenden Sonntag für uns nach Braunschweig, zum Tabellenführer. Da wirst du auch nicht hoch gewinnen …“

Dass er sich mit der prekären Situation auch öffentlich auseinandersetzt, hält der Löwenboss für legitim: „Man muss die Dinge ja auch mal ansprechen und hinterfragen. Es sind normale Mechanismen, die nicht 1860-spezifisch sind. Ich hoffe aber, dass sie vielleicht auch ein Weckruf für den Montag sind.“

Und auch die Rückkehr von Stefan Aigner nach zehnwöchiger Verletzungspause ist für ihn Anlass zu Optimismus. Cassalette: „Ob Stefan jetzt von Beginn an spielt oder erst eingewechselt wird, spielt da keine Rolle. Allein dass er wieder dabei ist, macht Hoffnung und sollte auch ein positives Zeichen für die Mannschaft sein.“

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