Last-Minute-Schütze

Matmour verrät: Darauf freue ich mich bei der Wiesn am meisten

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Der Finger deutet auf Vorbereiter Stefan Aigner: Karim Matmour nach seinem 2:1 gegen den KSC mit Victor Andrade .

München - Karim Matmour schoss die Löwen in die nächste Runde des DFB-Pokals. Im Interview mit der tz sprach er über den Last-Minute-Sieg, Teamgeist und seine erste Wiesn.

Mit seinem Tor in der Nachspielzeit gegen den KSC schoss Karim Matmour (31) die Löwen in die zweite Runde des DFB-Pokals, am Dienstag konnte der Familienvater die Komplettierung der Haushaltsgeräte in der neuen Münchner Wohnung feiern. „Der Wäschetrockner ist da, jetzt ist alles prima“, scherzte Matmour als ihn die tz zum Interview traf.

Karim, wie viel Auftrieb hat Ihnen diese zweite Halbzeit gegen Karlsruhe gegeben?

Karim Matmour: Es war ein super Gefühl, dass ich mit einem Assist und einem Tor zum Sieg beitragen konnte. Aber das ist schon wieder Vergangenheit. Am Samstag geht’s weiter, der KSC brennt nach dieser bitteren Niederlage auf Revanche. Wir werden besser sein müssen als im Pokal, um dort zu bestehen.

Es war auffällig, wie viel besser Sie nach dem Wechsel von Linksaußen in die Mitte im Spiel waren.

Matmour: Ja, aber ich würde das nicht überbewerten. Ich bin flexibel einsetzbar, es hat jetzt gut gepasst in der zweiten Halbzeit, weil die ganze Mannschaft mit mehr Mut gespielt hat. Aber wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, vor allem taktisch. Der Trainer will, dass wir das Spiel kontrollieren, dass wir agieren statt nur auf Konter zu lauern. Das ist der schwierigere Weg im Fußball. Aber ich bin mir sicher, dass es sich auszahlen wird.

Ist die Mannschaft auch gut genug besetzt für diesen Weg?

Matmour: Ja, wir haben überall Qualität. Und dazu haben wir eine sehr gute Mentalität. Der Teamgeist ist hervorragend, das traue ich mich nach diesen paar Wochen schon zu sagen. Ich habe in meiner Karriere auch schon andere Situationen erlebt. Da wurden hinter deinem Rücken die Messer gewetzt.

Was hat Ihnen die Zeit bei Huddersfield Town in der zweiten englischen Liga gebracht?

Matmour: Taktisch war es schwierig, weil viel Kick and Rush gespielt wurde. Aber das Tempo und diese extreme Körperlichkeit in Verbindung mit sehr, sehr zurückhaltenden Schiris haben mich weitergebracht. Ich fühle mich jetzt besser als mit 19.

Sie scherzen…

Matmour: Nein, ich bin körperlich noch nicht bei 100 Prozent, aber die ganze Erfahrung macht viel aus. Man teilt sich die Kraft besser ein und spielt mit mehr Köpfchen, wenn man die Spielsituationen schon zigmal erlebt hat. Natürlich kommt es mir zugute, dass ich genau weiß, wie unser Trainer spielen will. Ich habe ja schon in Kaiserslautern mit ihm zusammengearbeitet.

Eine 1 und zwei 2er: Last-Minute-Löwen sind weiter

In Lautern ging‘s auf den Dürkheimer Wurstmarkt, das größte Weinfest der Welt. Jetzt steht das größte Bierfest vor der Tür.

Matmour (lacht): Ja, das wird mein erstes Oktoberfest, und ich freue mich riesig drauf. Ich habe viel von der Stimmung gelesen und gehört. Und wissen Sie, worauf ich mich am meisten freue?

Nicht wirklich…

Matmour: Auf meine Lederhose. Neulich beim Maßnehmen habe ich zum ersten Mal eine probiert, das hat sich super angefühlt. Ich kann‘s kaum erwarten, bis ich sie endlich in Empfang nehmen darf.

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