Nach Auftaktpleite in Fürth

Runjaics Gedanken um die Startaufstellung

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Jung, wild und ungeduldig: Victor Andrade, Lieblingsspieler von Präsident Peter Cassalette.

München - Löwen-Coach Kosta Runjaic überlegt, was er nach der Auftaktniederlage gegen Greuther Fürth verändern kann. Zwei Wechsel schweben ihm derzeit im Kopf.

Kräfte sammeln, Köpfe freikriegen. Nach der Auftaktpleite in Fürth (0:1) gewährte Kosta Runjaic den 1860-Profis eine kleine Verschnaufpause. Erst heute um 16 Uhr geht es weiter – Zeit auch für den Trainer, um alle „Daten, Fakten und Zahlen“ vom Sonntag auszuwerten. Vor der Heimspielpremiere gegen Armina Bielefeld (Sonntag, 15.30 Uhr) gilt es, einen neuen, überzeugenderen Matchplan zu entwickeln.

Gut möglich, dass Goran Sukalo, 34, darin eine Rolle gespielt hätte. Dieses Gedankenspiel jedoch wurde gestern durch eine MRT-Diagnose durchkreuzt. Der slowenische Ex-Nationalspieler hatte in der Schlussphase in Fürth ein wenig Struktur ins wilde Löwen-Spiel gebracht, doch in einer Szene knickte er um – und zog sich einen Kapseleinriss im Sprunggelenk zu.

Wittek, Uduokhai und Liendl dabei?

Sukalo steht für Sonntag ganz sicher auf der Ausfallliste, doch bei einem Kader von 32 Profis werden Runjaic die Optionen so schnell nicht ausgehen. Sein Entschluss, die Startelf von Fürth zu überarbeiten, steht offenbar fest, denn mit Ausnahme von Stefan Aigner, Ivica Olic und Filip Stojkovic drängte sich kein Feldspieler für einen Freifahrtschein aus. „Die Mannschaft wollte, keiner hat sich hängen lassen“, sagte Runjaic: „Aber wir werden sicher noch eine Weile brauchen, um uns zu finden. Es gibt viele kleine Bausteine, die wir verschieben können, um es besser zu machen.“

Neben Maximilian Wittek, der seine Sperre abgesessen hat, dürfen sich vor allem ein Youngster und ein Routinier Hoffnungen auf einen Einsatz machen: Innenverteidiger Felix Uduokhai, 18, vom Trainer über den Schellenkönig gelobt. Und Spielmacher Michael Liendl, 30, den Runjaic nach dem Montagstraining zur Seite nahm. „Liendl hat seine Vorteile, aber auch seine Nachteile“, sagte Runjaic: „Wie halt jeder Spieler.“

Bilder & Einzelkritik zur 1860-Niederlage: Reihenweise Vierer für die Löwen

Trotzdem: Liendls Stärke bei Standards könnte sich am Sonntag als hilfreich erweisen. Fraglich dagegen ist, ob Präsident Peter Cassalette seinen Lieblingsspieler Victor Andrade zu sehen bekommt. „Jeder sieht in ihm einen Heilsbringer“, sagte Runjaic, „aber man muss den Jungen behutsam aufbauen. Fußball ist ja nicht nur Schnelligkeit und Geradeauslaufen, dazu gehört auch taktisches Verhalten, Kommunikation, undundund.“

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