Torben Hoffmann reagiert prompt

Ex-Löwe Pourie erhebt schwere Vorwürfe gegen 1860-Profis

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Torben Hoffmann (l.) in einem Zweikampf mit Marvin Pourie.

München - Im Jahr 2009 sorgte ein Zwischenfall für Aufregung bei den Löwen - und für den Rauswurf des Talents Marvin Pourie. Jetzt äußerte sich der mittlerweile 25-Jährige zu der Rangelei - und erhebt schwere Vorwürfe.

Es war eine unschöne Szene, die sich 2009 auf dem Trainingsgelände des TSV 1860 abspielte. Stürmer-Talent Marvin Pourie - heute 25 - legte sich damals nach einem Zweikampf mit Torben Hoffmann an, ging ihm sogar an die Gurgel. Die Folge: Der Youngster musste die Löwen verlassen. Jahrelang äußerte sich Pourie nicht zu dem Trainings-Zoff. Doch nun hat er im Gespräch mit dem Westfälischen Anzeiger sein Schweigen gebrochen - und ordentlich nachgetreten.

Dass ihn damals niemand gefragt habe, was genau passiert sei, habe ihn besonders genervt. Dann packt der Kicker aus und erhebt schwere Vorwürfe. So hätten ihn zwei Spieler der Löwen "fertig machen wollen. Denn zwei gestandene Zweitliga-Spieler hatten sich auf ein Talent eingeschossen und beim Training gesagt: 'Jetzt treten wir ihn krankenhausreif' – was jeder auf dem Platz gehört hat, auch der damalige Interimstrainer Uwe Wolf." 

Pouries Vater, der damals das Training verfolgte und die Szene beobachtet hatte, eilte seinem Sohn sofort zur Seite und begleitete ihn mit den Worten "Komm Marvin, wir gehen" vom Platz. Das war es auch, was damals Wolf so ärgerte und weshalb er Pourie kurzerhand aus dem Kader strich. "So lange ich Trainer bin, wird Marvin nicht mehr bei uns im Kader stehen", erklärte er damals. Mittlerweile versteht auch Pourie, dass er in diesem Moment falsch gehandelt hatte. "Ich entschuldige mich dafür, dass ich vom Platz gegangen bin. Das hätte nicht sein müssen."

Pourie: "Ich bekomme keine Chance"

Dennoch macht Pourie, der mittlerweile beim dänischen Erstligisten Randers FC spielt, die Vorfälle in München für seinen weiteren Karriereverlauf mitverantwortlich. "Ich bekomme in meinem eigenen Vaterland keine Chance mehr, nicht einmal in der zweiten Liga", klagt der 25-Jährige. Der Vorfall von damals sei immer noch nicht vom Tisch. "Es wird in Deutschland immer noch rum erzählt, dass ich ein Störfaktor bin. Und zuletzt hieß es bei einem ambitionierten Zweitligisten, der nun ganz tief im Keller steht, dass er eine Verpflichtung irgendwie verkaufen müsste, weil ich so ein schwieriger Typ sei. Aber ich weiß nicht, woher die Leute das nehmen." Stattdessen beschreibt sich Pourie selbst als hochprofessionellen Fußballer, der hart trainiere und am Wochenende seine Zeit nicht in Clubs verbringe. In Dänemark zu spielen, mache ihn dennoch überglücklich. "Mein Ziel ist es, mit Randers unter die ersten Drei zu kommen", sagt Pourie und gibt ein Versprechen: "Ich garantiere eine Menge Tore.“

Die Worte Marvin Pouries hat mittlerweile übrigens auch Torben Hoffmann gelesen. Was er von den Vorwürfen hält, machte er in einem Tweet deutlich. "Never ever!", schrieb der Sky-Experte dort. "Das sollten wir noch mal aufarbeiten."

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