Vor Partie in Braunschweig

Interimscoach Bierofka zu Wirbel um Ismaik: „Tangiert nicht“

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Daniel Bierofka will sich mit den Löwen voll auf das Tagesgeschäft konzentrieren.

München - Beim TSV 1860 München geht es derzeit drunter und drüber. Nun äußert sich Interimscoach Bierofka zu Hasan Ismaik, dem Kader gegen Braunschweig und Kapitän Stefan Aigner.

Der Wirbel um Geldgeber Hasan Ismaik und dessen aufsehenerregenden Rundumschlag im Internet soll den TSV 1860 München sportlich nicht ablenken. Das hofft Interimstrainer Daniel Bierofka vor dem Auswärtsspiel der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr) bei Tabellenführer Eintracht Braunschweig. „Mich persönlich tangiert das überhaupt nicht, ich will mich nur auf das Tagesgeschäft konzentrieren“, sagte er am Freitag. „Ich habe der Mannschaft auch gesagt, sie soll sich nicht zur sehr mit dem Umfeld beschäftigen.“

Nach der Beurlaubung von Trainer Kosta Runjaic und einer kuriosen Pressekonferenz am Dienstag hatte Investor und Hauptanteilseigner Ismaikeinen wütenden Beitrag bei Facebook veröffentlicht. Darin wetterte er am Donnerstagabend unter anderem gegen „Leute im Verein, die Korruption und Plünderung unterstützen“, sowie die Medien.

Aiges in der Startelf? „Mehr als wahrscheinliche Option“

Ungeachtet der Nebengeräusche will der TSV in Niedersachsen punkten. „Wir haben auch unsere Waffen und können Braunschweig vor Probleme stellen“, meinte Bierofka. Der Ex-Profi soll die kriselnden „Löwen“ zum Erfolg führen. „Man kann im Leben entweder davonlaufen oder die Situation annehmen, und ich tue das mit dem nötigen Enthusiasmus und der Leidenschaft“, verkündete er. „Ich hoffe, dass sich das auf die Mannschaft überträgt und wir das am Sonntag auf dem Platz sehen.“

Löwen-Kapitän Stefan Aigner wird derweil am Sonntag wohl in der Startelf stehen. „Der Aiges braucht Spiele und er braucht Wettkampfpraxis um in diese Form wieder zu kommen. Und die werden wir ihm geben. Wenn wir der Meinung sind, dass er in der Verfassung ist und er sagt, es ist alles in Ordnung, dann ist er auf jeden Fall eine mehr als wahrscheinliche Option.

„Wie lange ich Trainer bin, wird man dann sehen“

Wie es nach der Partie gegen den Tabellenführer aus Braunschweig weiter geht, ließ Bierofka noch offen: „Ich mache jetzt das Spiel am Sonntag und dann schauen wir weiter. Wie gesagt, ich mache mir da keinen Kopf. Da sind Leute dran, die das mit der DFL klären. Wie lange ich dann Trainer bin, wird man sehen. Ich konzentriere mich jetzt auf die Spiele und alles andere können wir dann im Winter besprechen.“

Die Youngsters Felix Weber, Marnon Busch und Kilian Jakob werden in Braunschweig nicht dabei sein, sie kommen bei der U-21 der Löwen zum Einsatz. Bei Krisztian Simon sehe es nach dessen Kreuzbandriss derweil wieder „ganz gut“ aus. Auch Ribamar sei im Aufbautraining, Daylon Klaasen ebenfalls.

Lesen Sie hier: Ein Champions-League-Gewinner als Trainer zu 1860?

dpa/sdm

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