Medienboykott der Löwen

Journalistenverband fordert: Schluss mit dem Redeverbot

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Präsident Peter Cassalette und Investor Hasan Ismaik auf der vorerst letzten Pressekonferenz der Löwen am vergangenen Dienstag.

München - Bei den Löwen geht es derzeit drunter und drüber. Jüngst hatte der Verein einen Medienboykott verhängt. Der Bayerische Journalistenverband fordert nun, diesen zu beenden.

Beim TSV 1860 München wird derzeit einiges geboten. Zunächst die Entlassung von Trainer Kosta Runjaic, dann der große Rundumschlag von Investor Hasan Ismaik gegen die Medien und schließlich der Medienboykott, den die Löwen sowohl den Spielern als auch den Vereinsbossen auferlegten. 

Das heißt konkret: Zunächst wird es von Seiten der 60er keinerlei Stellungnahmen gegenüber Zeitungen, Radiosendern, TV-Sendern und sonstigen Medien geben. Der TSV wird lediglich die von der DFL vorgeschriebenen Medienkontakte, beispielsweise in der Mixed-Zone nach einem Spiel, wahrnehmen.

Der Bayerische Journalistenverband (BJV) hatte auf den Medienboykott umgehend über Twitter reagiert und trocken gefragt „Was soll das?“. Eine Antwort darauf blieb von Seiten der Löwen natürlich aus. 

Nun hat der BJV den TSV in einem offiziellen Statement aufgefordert, die Restriktionen zurückzunehmen. Darin wird unter anderem gefragt: „Spielt die Pressefreiheit beim TSV 1860 keine Rolle mehr?“ Gerade heutzutage sei der Wert der Pressefreiheit besonders hochzuhalten.

Und weiter: „Ziehen Sie die Restriktionen sofort zurück! Wir fordern die Verantwortlichen beim TSV 1860 auf, wieder auf professioneller und kollegialer Basis mit allen Journalisten zusammenzuarbeiten. Bereinigen Sie bitte in Gesprächen die entstandenen Unstimmigkeiten, benennen Sie die Ihrer Meinung ungerechtfertigte oder falsche Berichterstattung.“  

BJV-Vorsitzender: „Nehmen Sie die Maßnahmen sofort zurück“

Auch der Vorsitzende des BJV, Michael Busch, appelliert direkt an die Vereinsleitung: „Nehmen Sie die Maßnehmen eines Redeverbots für Repräsentanten und Lizenzspielermannschaft sowie das Hausverbot – auch im eigenen Interesse – sofort zurück!“

Auch hierauf gibt es bislang keine Reaktion von Seiten des Vereins. Der Journalist Armin Forster vom Münchner Merkur hat seinem Unmut derweil in einem offenen Brief Luft gemacht.

Lesen Sie hier ausführlich, wie es zum Medienboykott der Löwen kam.

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