Benefizspiel in Burghausen

Boenisch braucht noch Zeit - Lacazette hilft sofort

München/Burghausen - Löwen-Neuzugang Sebastian Boenisch stand am Wochenende das erste Mal auf dem Platz und machte gleich einen soliden Eindruck. Rückkehrer Romuald Lacazette überzeugte auch mit dem Siegtreffer.

Die Löwen haben die Länderspiel-Pause genutzt und halfen im Benefizspiel gegen eine BFV-Auswahl nicht nur den Geschädigten des Juni-Hochwassers aus Simbach. Trainer Kosta Runjaic konnte auch Neuzugang Sebastian Boenisch in der Abwehr testen und Romuald Lacazette nach dessen Verletzung zu erster Spielpraxis verhelfen.

Boenisch als Blitzstarter

Noch nicht einmal eine Woche lag zwischen dem Anruf der Löwen bei Sebastian Boenisch und seinem ersten Einsatz für den TSV. Offiziell vorgestellt wurde der Pole erst vergangenen Donnerstag. Am Sonntag gegen Burghausen stand der 29-Jährige dann schon zum ersten Mal auf dem Platz.

Sebastian Beoanisch spielte gegen Burghausen das erste Mal für die Löwen und führte sich gleich gut ein.

62 Minuten lang ließ ihn Runjaic im Benefizspiel ran. Dabei zeigte Boenisch eine solide Leistung, fiel nur ein paar Mal durch Fehlpässe auf. Dass Boenisch nach nur drei Trainingstagen die Abläufe beim TSV noch nicht intus haben konnte, war im Vorhinein klar. Deshalb können ihm die 60er die Fehlpässe wohl verzeihen, zumal der Gegner keinen Profit daraus schlagen konnte. Mehr als eine solide Leistung konnte man von Boenisch am Sonntag wohl auch nicht erwarten.

Ein polnischer Hoffnungsträger

Die Löwen setzen große Hoffnungen in den Neuzugang, der als vereinsloser Spieler auch nach dem Ende der Transferperiode verpflichtet werden konnte. Das liegt auch an der Erfahrung von Boenisch. Ganze 124 Bundesligaspiele für Schalke, Bremen und Leverkusen hat er schon auf dem Buckel. Für Polen spielte er auch schon international. Boenisch könnte damit auch zum defensiven Anführer bei den Löwen werden und die zuletzt wackelige Abwehr zusammenhalten. Zudem ist er ein variabler Abwehrspieler: "Die meiste Zeit habe ich als Linksverteidiger gespielt, aber in der Jugend wurde ich auf allen Positionen ausgebildet", sagte Boenisch gegenüber dem Kicker. Nach dem Ausfall von Milos Degenek brennt es akut in der Innenverteidigung. Aber auch der talentierte Maxi Wittek zeigte zuletzt Schwächen auf der linken Abwehrseite. Boenisch könnte auf beiden Positionen helfen. 
Er wird sicher noch eine Zeit brauchen, um ganz in München anzukommen. Dennoch zeigt der erste Test gegen Burghausen, dass Boenisch die Fähigkeiten hat, um den Löwen auch schnell weiterzuhelfen.

Lacazette hilft sofort

Aber auch für Romuald Lacazette war das Spiel gegen Burghausen die Gelegenheit, sich bei den Löwen zu zeigen. Ganze drei Monate war der 22-jährige Franzose wegen eines Mittelfußbruchs ausgefallen und konnte den Löwen sofort wieder weiterhelfen. Der TSV hatte im Spiel Probleme, seine spielerische Überlegenheit auch zu nutzen. Vor allem Ex-Löwen-Keeper Michi Hofmann bereitete den Blauen Probleme und parierte zunächst alle Schüsse, die auf seinen Kasten kamen. Lacazette kam zur Halbzeit und erlöste die Löwen bereits sieben Minuten nach seiner Einwechslung mit einem Distanzschuss in der 52. Minute. Lacazette überzeugte jedoch auch nach seinem Treffer durch seine Laufleistung und Übersicht im Spielaufbau.

Bilder: Löwen mühen sich bei Boenisch-Debüt zu Sieg gegen BFV-Auswahl

rs

Rubriklistenbild: © Christina Pahnke / sampics

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