1860-Fans dürfen auf Rückkehr hoffen

Schindler: "Ich sage nicht Lebewohl, nur Auf Wiedersehen"

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Christopher Schindler zieht es nun nach England.

München - Der Abgang des ehemaligen Löwen-Kapitän Christopher Schindler war beim TSV 1860 München ein Schock. Nun erklärt der Abwehrspieler seine Entscheidung.

Für Christopher Schindler (26) beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Das Löwen-Urgestein hat sich entschlossen, seinen Heimatverein zu verlassen und nun bei Huddersfield Town eine neue Herausforderung zu suchen. Huddersfield belegte in der abgelaufenen Spielzeit den 19. Rang (von 24 Mannschaften) in der Englischen Championship (2. Liga).

Schindler war für eine Rekordablösesumme von 2,2 Millionen Euro zum englischen Zweitligisten gewechselt. Unter Druck setzen will sich der 26-Jährige jedoch nicht: "Das darf mich nicht nervös werden lassen, das macht mich stolz", so der ehemalige Löwen-Spieler in einem Interview mit der Bild-Zeitung. Schindler sieht dem neuen Abenteuer gespannt entgegen: "Ich muss mich an sehr viel gewöhnen. Tempo, Robustheit, Körperlichkeit - da muss ich gewaltig Gas geben. Ich will hier nicht um die goldene Ananas spielen, der Verein hat Ambitionen." In England erwarten den Innenverteidiger rund 55 Spiele in der Saison. Eine deutliche Umstellung, schließlich waren es beim TSV 1860 München pro Saison unter 40 Pflichtspielen in der 2. Bundesliga und DFB-Pokal. Schindler und seine Familie suchen aktuell ein "Häuschen auf dem Land" in der Nähe der 150.000-Einwohner-Stadt.

Bei Huddersfield Town ist bislang noch alles neu für Christopher Schindler: "Am ersten Tag wäre ich fast überfahren worden, weil ich bei der Straßenüberquerung in die falsche Richtung geschaut habe. An den Linksverkehr muss ich mich noch gewöhnen." Das erste Interview bei seinem neuen Verein hat der in der Jugend des TSV 1860 München Ausgebildete Verteidiger bereits hinter sich.

Wechsel fiel Schindler nicht leicht

Dem Löwen-Urgestein ist der Wechsel von seinem Heimatverein in die Ferne nicht leicht gefallen: "Es war eine sehr schwere Entscheidung. Aber als mein Entschluss stand, konnte mich keiner mehr überreden, auch nicht Kosta Runjaic, der sich sehr ins Zeug gelegt hat." Sein Verein hängt Schindler jedoch sehr am Herzen: "Natürlich werde ich nochmal bei den Löwen vorbeischauen. Ich muss mich ja auch noch verabschieden und ich werde versuchen, alle Spiele hier in England zu sehen. Ich sage nicht Lebewohl, nur Auf Wiedersehen."

Christopher Schindler nach dem Spiel in Karlsruhe in der Saison 2014/15.

Schindler kommen beim Rückblick auf seine jüngere 1860-Vergangenheit in erster Linie die Erinnerungen an die schwierigen Zeiten: "Das 2:1 im Relegations-Rückspiel gegen Kiel werde ich nie vergessen. Aber auch nicht die 0:4-Pleite in Aue oder der Moment, als wir vorletzte Saison nach dem Abpfiff in Karlsruhe nicht wussten, ob wir direkt abgestiegen sind. Das alles hat mich reifen lassen, wenn auch auf die harte Tour."

mko

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