Löwen-Stimmen nach der Niederlage gegen 96

Adlung hadert nach Pleite: "Platz nimmt uns unsere Stärken"

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Bedient nach der zweiten Heimniederlage nacheinander: Daniel Adlung hat genug vom Arena-Acker.

München - Gegen Hannover 96 hatten die Blauen nichts zu bestellen. Neben der spielerischen Stärke der Gäste war aber auch der Platz zum Thema bei resignierenden Löwen.

Die Löwen sind nach der Englischen Woche zurück auf dem Boden der Tatsachen. Träumte so mancher vor den Duellen gegen Union Berlin, beim FC St. Pauli und gegen Hannover 96 schon vom Sprung auf die Aufstiegsränge, lautet die Realität nach nur einem Punkt aus den drei Partien Platz elf - also Mittelmaß. In keiner der Spiele waren die Blauen aber so weit von einem Erfolg entfernt wie beim 0:2 gegen Hannover 96. Die Treffer von Kenan Karaman (67.) und Martin Harnik (87.) spiegelten die Kräfteverhältnisse auf dem Arena-Acker aber erst spät wider.

Apropos Acker: Der nur noch dürftig grüne Untergrund beschäftigte beide Teams auch nach dem Abpfiff. "Das soll keine Ausrede sein, aber der Platz nimmt uns eine unserer Stärken", wetterte Daniel Adlung am Sky-Mikrofon: "Denn in dieser Saison kommen wir über das Spielerische. Heute mussten wir dagegen auf lange Bälle setzen." Damit fanden Michael Liendl und Co. kaum mal einen der Offensiven. Die Folge: Ganze sieben Abschlüsse bekam Sechzig zustande.

1860 verliert gegen 96 - es hagelt Fünfer, nur eine Zwei

Tschauner: "Da kann ein Standard entscheiden"

Die Gäste machten es sich da einfacher und nutzten eine Ecke zur verdienten Führung. "Wir wussten nicht, was uns hier für ein Platz erwartet. Bei solchen Platzverhältnissen kann eine Standardsituation schonmal das Spiel entscheiden", erläuterte 96-Keeper Philipp Tschauer. Der Ex-Löwe freute sich über die Rückkehr nach München: "Das ist ein Super-Stadion und eine Super-Stadt. Für mich ist jedes Spiel hier sehr besonders."

Jan Zimmermann hält Sechzig lange im Spiel.

Weit selbstkritischer als Adlung zeigte sich Kosta Runjaic. Der Trainer wollte den spärlich vorhandenen Rasen erst gar nicht zum Thema machen: "Wir suchen keine Ausreden. Wir waren körperlich nicht präsent und müssen noch eine Menge lernen." Jan Zimmermann, der Sechzig über eine Stunde im Spiel hielt, pflichtete dem Coach bei: "Wir haben verdient verloren, wenn wir haben in mehreren Momenten schlechte Entscheidungen getroffen. Hannover war einfach einen Tick handlungsschneller."

Zimmermann: "Sind nicht weitergekommen"

Das Zwischenfazit des Torhüters nach drei Partien in neun Tagen fällt recht ernüchternd aus: "Wenn man nur einen Punkt aus drei Spielen in der Englischen Woche holt, dann kann man nicht davon sprechen, dass wir schon weitergekommen sind." Adlung nahm sich den Gegner zum Vorbild: "96 ist die Topmannschaft der 2. Liga - da können wir uns noch eine Scheibe abschneiden."

Die Gäste konnten es sich leisten, Österreichs Nationalspieler Martin Harnik erst nach einer Stunde einzuwechseln und mit Niclas Füllkrug einen Zweitliga-Torjäger der vergangenen Saison komplett auf der Bank schmoren zu lassen. Den Löwen hingegen klebt das Verletzungspech dagegen angesichts der Ausfälle von Stefan Aigner, Ribamar, Romuald Lacazette, Goran Sukalo oder nun auch noch Milos Degenek schon seit Wochen an den Hacken.

Immerhin erledigt sich das Platzproblem in der Arena von alleine. Denn der FC Bayern lässt in den kommenden Tagen einen neuen Rasen verlegen. Beim nächsten Heimspiel der Löwen in drei Wochen gegen Fortuna Düsseldorf sollte der dann wieder ein gepflegteres Spiel ermöglichen. Das dürfte vor allem Daniel Adlung erfreuen.

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mg

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