Trainer Ruinjaic unter Druck

Zurück zu Sechzig? Das sagt Okotie zu den Gerüchten

+
Kommt wohl nicht zurück: Rubin Okotie fühlt sich in China mittlerweile heimisch.

München - Bei den Löwen ist es höchste Zeit für den Umschwung. Trainer Kosta Runjaic steht unter Beobachtung. Einen gehandelten Zugang müssen sich die Blauen wohl abschminken.

Trainer Runjaic gerät immer mehr unter Druck.

Die Frage musste kommen. Nämlich, wie Kosta Runjaic mit dem Druck umgeht, den Präsident Peter Cassalette in den vergangenen Tagen öffentlich ausgeübt hat? Vor dem so wichtigen Spiel am Montag gegen den 1. FC Kaiserslautern (bei uns im Live-Ticker). „Bei einer Niederlage brennt’s“, hatte Cassalette festgestellt, und die Frage, wer wohl als Erster Feuer fängt, erübrigt sich eigentlich: Der Trainer.

Runjaic soll nicht gerade erbaut gewesen sein, dass der Präsident derart Dampf abgelassen hat. Bei der Freitags-Pressekonferenz allerdings ließ er sich diesbezüglich nichts anmerken und ging nur kurz auf das Thema ein. „Wir sind alle säuerlich und enttäuscht über die aktuelle Situation.“

Sportchef Eichin reagierte folgendermaßen: „Der Präsident hat das Recht, das zu sagen, das haben wir aufgenommen und das ist okay. Kosta und ich können damit leben. Und dass hier Druck herrscht, das ist doch normal.“

Cassalette: „Ismaik bisher sehr nachsichtig“

Ebenso, dass der Investor seinen Unmut äußert. Vergleicht Ismaik die Zahlen, die er in dieser Saison in den Kader gesteckt hat, mit jenen in der Tabelle, dann verwundert es keinen, dass er es krachen lässt. „Bisher ist er ja sehr nachsichtig damit umgegangen, was die sportliche Situation betrifft“, sagte Cassalette. „Er hat aber etwas anderes erwartet. Weil er viele Wünsche erfüllt hat.“ Im Gegensatz zur vergangenen Saison.

Der Löwenboss: „Der Spielerkader war vor einem Jahr sicherlich nicht so gut wie jetzt. Jetzt haben wir gut bezahlte Leute, die endlich was bringen müssen.“ Und Cassalette blickt immer noch mit Schaudern auf die letzte Niederlage in Sandhausen zurück. „Was dort in der zweiten Halbzeit passiert ist, das ist nicht akzeptabel.“ Und eine Wiederholung einer solchen Darbietung wäre wohl das Aus für den Trainer.

Zuschauerzahlen sinken wohl rapide

Mit dem Misserfolg schwindet auch das Interesse der Fans immer mehr. „Gegen Kaiserslautern, das waren früher Spiele, da hatten wir immer so um die 30.000 Zuschauer“, sagt Cassalette. Am Montag rechnet der TSV 1860 mit 18.000 bis 19.000 Besuchern. Und mit dem Comeback von Stefan Aigner. Rettet er Runjaic?

Dass dieser Tage Gerüchte über eine eventuelle Rückkehr von Rubin Okotie im Winter aufgekommen sind, passt in den Wirrwarr, den ein sportlicher Misserfolg immer mit sich bringt. Der 29-jährige Stürmer steht seit Sommer beim chinesischen Zweitligisten Beijing Enterprises unter Vertrag und wird wohl auch dort bleiben. 

„Ich habe keine Anfrage von 1860“, sagte der Österreicher am Freitag gegenüber der tz, „sondern stehe bei Enterprises noch zweieinhalb Jahre unter Vertrag.“ Auch Cassalette bezeichnete ein Comeback von Okotie als „abwegig“: „Da ist nullkommanullnull dran. Wir können und wollen Rubin nicht verpflichten.“

WhatsApp-News zum TSV 1860 gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für Löwen-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Löwen direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Claudius Mayer

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Bierofka streicht Perdedaj und Degenek - Liendl in Bochum dabei
Bierofka streicht Perdedaj und Degenek - Liendl in Bochum dabei
Vorrunde für Boenisch beendet
Vorrunde für Boenisch beendet
1860 verliert - Bochums Siegtor ging Handspiel voraus
1860 verliert - Bochums Siegtor ging Handspiel voraus
Eichin offiziell weg - Boykott gestoppt - Bierofka bleibt
Eichin offiziell weg - Boykott gestoppt - Bierofka bleibt

Kommentare