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Eichin würgt alle Fragen nach dem Trainer ab

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München - Thomas Eichin, Manager des TSV 1860 München, ist genervt von der Trainer-Frage und bittet um Geduld.

Update vom 24. Oktober 2016: Wie sicher sitzt Kosta Runjaic auf dem Trainer-Stuhl? Kommt demnächst ein neuer Coach? Wir checken alle Gerüchte zu einem möglichen neuen Trainer beim TSV 1860 München.

Das 1:2 der Löwen in Stuttgart war ein Spiel von der Sorte, die weder Akteure noch Beobachter wirklich schlauer macht. Von „Rotation ins Nichts“ (Bild) bis „Ins Leben zurückgekämpft“ (Münchner Merkur) reichten die Interpretationen in den Schlagzeilen. Investor Hasan Ismaik verkündete per ­Facebook: „Ich habe eine Trotzreaktion gesehen. Das waren Löwen, wie sie die Fans und ich sehen wollen: leidenschaftlich und willensstark.“ Ismaiks Prognose: „Macht die Mannschaft so weiter, bin ich mir sicher, dass wir bald wieder Punkte sammeln.“

Mag sein. „Bald“ ist schließlich ein dehnbarer Begriff. Vorhersagbar ist nach den Eindrücken der jüngsten Niederlagen allerdings nur die Zahl der blauen Gegentore. In fünf der letzten sechs Spiele kassierten die Sechziger zwei Stück. Eine Ausnahme bildete die Heimpleite gegen Düsseldorf. Da waren’s drei.

In der Stuttgarter Arena hatte Trainer Kosta Runjaic sein Team gleich auf sechs Positionen verändert. Außer den Grundtugenden Einsatz, Biss und Charakter fiel allerdings auch dem Coach nichts ein, was jetzt wirklich besser gewesen wäre als gegen Düsseldorf. Ausschlaggebend waren vielmehr die Gemeinsamkeiten: kein Zugriff auf die gegnerischen Sechser und Flügelspieler, kopfloses Herausrücken der Innenverteidiger (Mauersberger!) und wieder diese eklatanten Fehler, die sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen. Nach Bülow und Matmour gegen Düsseldorf taten sich dieses Mal Daylon Claasen und Fanol Perdedaj als Mit-Vorbereiter des 0:1 und 0:2 hervor. Der Südafrikaner vertändelte den Ball am eigenen Sechzehner gegen Mané, der Kosovare behinderte Mauersberger beim Kopfballduell gegen Gentner, der Özcans Ecke zum zweiten Treffer verlängerte.

TSV 1860 München: Eichin beklagt „saudumme Fehler“

Eichin war bedient nach den „zwei saudummen Fehlern, durch die wir uns auf die Verliererstraße gebracht haben“. Auch wenn er Fragen nach dem Trainer beherzt abwürgte („Spekuliert doch, was ihr wollt, diese Frage nervt mich so. Ich habe schon fünf Mal gesagt, dass ich grundsätzlich nichts zum Trainer beantworte“), so weiß der ehemalige Bremer genau um die Kraft des Faktischen. Und da lässt es sich mit nur einem Punkt aus den jüngsten sechs Spielen eben schwer argumentieren, auch wenn die Verletztenliste weiterhin lang ist.

„Wir kriegen nur Ruhe rein, wenn die Punkte kommen“, sagte Eichin am Samstag in Heute im Stadion auf Bayern1. „Es dauert seine Zeit, bis sich eine Mannschaft findet und wir die richtigen Maßnahmen ergriffen haben.“

Nach dem Pokalspiel in Würzburg am Dienstag warten in der Liga nacheinander Aue, Sandhausen und Kaiserslautern. Spätestens nach diesem brisanten Triple sollten alle schlauer sein.

lk

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