Offener Machtkampf unter Anhänger-Gruppen

Beim Löwen-Testspiel: Was war da los bei den Fans?

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Die Fangruppen der ehemaligen "Cosa Nostra" (mittig halbrechts im Bild) und die der "Giasinga Buam" (mittig unten) besangen sich in der ersten Halbzeit gegenseitig.

München - Eigentlich könnte man nach dem Sieg im Testspiel gegen den BVB vollends zufrieden sein. Doch nun gibt es beim TSV 1860 München offenbar Ärger zwischen den Fangruppen.

Sportlich gesehen war der "Heimatabend" der Löwen gegen Borussia Dortmund ein voller Erfolg. 1:0 gegen den Vizemeister der Bundesliga, Neuzugänge, die Hoffnung auf mehr machen, und mal wieder ein Spiel im geliebten Grünwalder Stadion. Eigentlich ein perfekter Samstagnachmittag sollte man meinen. Doch nur vom reinen Ergebnis her. Denn offenbar gab es innerhalb der Sechzig-Anhängerschaft einigen Knatsch.

Im Fanblock der Löwen-Fans gab es nämlich einen regelrechten Stimmungskampf. Die beiden Kontrahenten: Die Gruppierung um die "Giasinga Buam", die sich im Moment anscheinend selber als Anführer für die Fangesänge fühlen, und ein recht lose zusammengewürfelter Haufen von ehemaligen Mitgliedern der Ultra-Gruppe "Cosa Nostra", die sich eigentlich vor Kurzem aufgelöst hat. Dies hielt Letztere beim Heimspiel gegen Dortmund aber nicht davon ab, die gesangliche Führung beim Anfeuern der Mannen auf dem Platz für sich zu beanspruchen.

Löwen-Fangruppen singen gegeneinander an

Daraus resultierte vor allem in der ersten Halbzeit ein Gegeneinander im Fanblock des TSV, weil die "Giasinga Buam" das durch die Auflösung der CN entstandene Machtvakuum schließen wollte und die Ex-"Cosa-Nostra"-Mitglieder immer wieder ihre vokalen Muskeln spielen ließen. Dies führte dazu, dass beide Lager, die sich nur wenige Meter voneinander entfernt auf der Tribüne befanden, teils sogar gegeneinander ansangen und zwar gleichzeitig. Wodurch neutrale Löwen-Fans nicht wussten, bei wem sie mitsingen sollten. Dies machte dann der Stimmung in den ersten 45 Minuten endgültig den Garaus.

Die Stimmung zwischen beiden Fangruppenwar teils sogar so angespannt, dass es nach Informationen unserer Onlineredaktion beinahe zu Handgreiflichkeiten kam. Angesichts des Fakts, dass bei dem Heimatabend gegen den BVB auch viele Kinder dabei waren und sowohl die Buam als auch die Ex-CN'ler ja eigentlich ein gemeinsames Ziel verfolgen sollten, ein ziemliches Unding.

Heimatabend: In der zweiten Halbzeit dürfen die "Buam" dann singen

In der zweiten Halbzeit hielt sich der Pulk der ehemaligen "Cosa Nostra" dann zurück. Fast wirkte es so, als ließen sie die "Giasinger Buam" gewähren, als diese dann den friedlich-fröhlichen Support ihres Teams fortsetzten. Denn eigentlich gab es am Samstagnachmittag doch einiges zu feiern.

Bilder: So vernaschte Sechzig den BVB beim "Heimatabend"

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