Gegen Union geht's um Platz zwei

Nach Traumstart: Bei Sechzig hat keiner Höhenangst

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Schnupper gern Höhenluft: Sechzig-Fan Roman Wöll (r.) würde Jan Zimmermann und Co. gern zum Heimsieg über Union Berlin gratulieren.

München - Am Freitagabend könnten alle Blauen als Tabellenzweiter einschlafen. Bei Sechzig bleiben die Verantwortlichen vorsichtig - träumen ist aber natürlich erlaubt.

Es ist angerichtet. Wenn alles nach Wunsch läuft, dann können die Löwen am Freitagabend mit zehn Punkten nach fünf Spieltagen auf Platz zwei der Zweitligatabelle vorstoßen. Vorausgesetzt, sie schlagen in der Allianz Arena Union Berlin (hier im Live-Ticker), und Greuther Fürth und die Würzburger Kickers trennen sich unentschieden. Siegt einer von beiden, kommt es auf das Torverältnis an, ob es für den Sprung auf Aufstiegsplatz reicht. Aber allein die Aussicht darauf macht gute Laune. Vor allem für die in den vergangenen Jahren so leidgeprüften Löwen-Fans. Roman Wöll, einer, der seit Jahrzehnten kaum ein Spiel auslässt, ist voller Vorfreude. "Platz zwei", sagt er, "das wäre was. Ich könnte mit dieser Platzierung auch noch längere Zeit leben. Höhenangst habe ich jedenfalls nicht…"

Satte neun Jahre ist es inzwischen her, dass die Löwen ähnlich gut standen. Besser sogar. In der Saison 2007/2008 hatten sie nach fünf Spielen sogar elf Punkte auf dem Konto und grüßten als Tabellenführer. Danach aber ging's rapide bergab.

Allein deswegen betrachtet Präsident Peter Cassalette die Situation mit all ihren Möglichkeiten recht nüchtern: "Egal, was passiert", sagt er, "es wäre das klassische Beispiel für die immer wieder zitierte Momentaufnahme. Auch wenn wir nicht gewinnen sollten. Das hat alles noch keine Aussagekraft für die Zukunft."

Cassalette: Platz zwei "wäre toll"

Obwohl, sich mit Platz zwei konfrontiert zu sehen, damit könnte sich Cassalette schon abfinden: "Es wäre natürlich toll. Und ein weiterer Ansporn für alle im Verein nach dem Sieg in Nürnberg. Außerdem würde es die Atmosphäre bei uns natürlich weiter verbessern."

Wäre Kosta Runjaic natürlich auch recht, aber der Löwen-Trainer warnt. "Es ist noch nichts passiert", sagt der Trainer, "wir stehen gut da, sicher, aber das kann schnell auch in die andere Richtung gehen." Zumal Runjaic von Union (schon elf Saisontore) schwer beeindruckt ist: "Es ist die Mannschaft mit den meisten Großchancen und zusammen mit Hannover auch die spielstärkste."

Über solch eine Hürde auf Rang zwei - das wäre ja dann noch bemerkenswerter…

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Claudius Mayer

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