Zweiter Dreier unter Bierofka

Sechzig lebt! Sieg bei St. Pauli dank Claasen und Aycicek

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Daylon Claasen brachte die Sechziger schon nach neun Minuten in Führung.

München - Zweiter Sieg für den TSV 1860 München im zweiten Spiel unter Trainer Daniel Bierofka. Gegen St. Pauli trafen Claasen und Aycicek. Doch eine Sache trübte den Dreier.

War das vielleicht schon die Rettung? Mit einem 2:0 (1:0) beim FC St. Pauli verschafften sich die Löwen mächtig Luft im Abstiegskampf, sprangen auf Platz 14 und liegen jetzt zwei Zähler vor dem Relegationsplatz und drei Punkte vor dem direkten Abstiegsrang. Weil Düsseldorf, Frankfurt und Paderborn verloren haben. Daniel ­Bierofka erweist sich als absoluter Glücksgriff: zwei Spiele, zwei Siege – mehr geht nicht. Die Torschützen waren auch außergewöhnlich. Claasen und Aycicek haben für die Löwen getroffen – jeweils zum ersten Mal.

Bierofka hatte am Millerntor die gleiche Anfangself auf den Platz geschickt, die vor einer Woche beim 1:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig begonnen hatte. Also wieder ohne Michael Liendl, der nach dem Braunschweig-Spiel dementsprechend angefressen war. Hat ihm nichts geholfen.

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Daniel Adlung bekam erneut den Vorzug, rechtfertigen konnte er in der ersten Halbzeit seine Nominierung aber so gut wie gar nicht. Der Routinier leistete sich viele Fehlpässe und Unachtsamkeiten – aber was soll’s? Kommen keine Vorlagen von den eigenen Leuten, bedient man sich halt der Fehlpässe des Gegners. Wie in der 8. Minute Daylon Claasen, der gedankenschnell in einen schlampig gespielten Ball von Alushi sprintete und aus 18 Metern mit links zum 1:0 traf. traf. Der erste Zweitligatreffer des Südafrikaners in seiner knapp zweijährigen Zeit bei den Löwen.

Eine Premiere, die Daniel Bierofka natürlich mächtig in den Kram passte, und nach einer Viertelstunde hätte sich der Löwencoach fast über das 2:0 freuen dürfen. Aber Mölders verpasste den Ball nach Witteks gut hereingeschlagener Flanke ganz knapp.

Der Rückstand tat den Hamburgern alles andere als gut, und die Löwen wurden von Minute zu Minute sicherer. Auch wenn kaum spielerische Glanzlichter zu erkennen waren.

Kurz vor der Pause dann nochmal großes Glück für den TSV 1860. Torhüter Ortega sah bei einem Eckball ganz alt aus, aber St. Paulis Gonther köpfte weit übers Tor. Die zweite Torchance für die Hamburger, nachdem der Ex-Löwe Sebastian Maier in der Anfangsphase knapp am Kasten der Sechziger vorbeigezielt hatte.

Zur Pause blieb Valdet Rama in der Kabine, Levent Aycicek übernahm dessen Position auf dem linken Flügel. Für ein Highlight sorgte dann Gary Kagelmacher, der mit einem technisch perfekten Scherenschlag leider direkt auf Torhüter Himmelmann zielte. Bei den Löwen kam Okotie für Sascha Mölders, der trotz Knieproblemen aufgelaufen und irgendwann am Ende seiner Kräfte war. Dann musste Maxi Wittek nach einem brutalen Zusammenprall mit Hornschuh vom Platz getragen werden, er hat sich vermutlich schwer am Knie verletzt. Zwei Minuten vor dem Ende die Entscheidung. Aycicek traf mit einem herrlichen Schlenzer aus 16 Metern. Die Löwen im siebten Himmel.

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