Sieg über Eintracht Braunschweig

So wichtig: Tapfere Löwen holen drei Punkte bei Bierofka-Premiere

+
Rubin Okotie köpfte die Löwen in der 87. Minute zum Sieg.

München - Premiere geglückt: Bei seinem ersten Spiel als Trainer des TSV 1860 holte Daniel Bierofka mit seinen Löwen drei Punkte. Die Münchner schlugen daheim Eintracht Braunschweig - in den letzten Minuten.

Die „Löwen“-Fans feierten Daniel Bierofka nach dem Happy End beim Debüt als Cheftrainer überschwänglich. Der Nachfolger von Benno Möhlmann hat dem TSV 1860 München mit dem 1:0 (0:0) gegen Eintracht Braunschweig wieder Hoffnung auf den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga gemacht. „Daniel Bierofka“, riefen die Fans nach dem Sprung auf den Relegationsrang 16, den der eingewechselte „Joker“ Rubin Okotie mit seinem Kopfball in der 87. Minute sicherte.

„Ich bin nicht stolz auf mich, ich bin stolz auf die Mannschaft“, erklärte der 37 Jahre alte Bierofka, den die 90 Minuten sehr viel Energie gekostet hatten: „Das Tor war ein hochemotionaler Moment.“ Nach dem erzwungenen, aber auch verdienten Sieg vor 20 800 Zuschauern in der Münchner Arena glaube er sehr an die Rettung.

„Der Trainer hat mir gesagt, ich soll ein Tor machen“, berichtete Angreifer Okotie über Bierofkas Worte bei der Einwechslung nach 70 Minuten Wartezeit. Beim Eckball des ebenfalls erst spät gekommenen Michael Liendl machte der Österreicher prompt sein achtes Saisontor. „Jetzt ein Sieg bei St. Pauli, dann haben wir zwei Endspiele und können es sogar ohne Relegation schaffen“, sagte Okotie in der Euphorie des Sieges. Im letzten Heimspiel empfangen die „Löwen“ (28 Zähler) den punktgleichen Vorletzten SC Paderborn. Und am letzten Spieltag geht es zum Tabellenfünfzehnten FSV Frankfurt (29).

Bierofka setzte bei seiner Premiere wichtige Signale. Seinem auf drei Positionen veränderten Team verpasste er mit einem 4-1-4-1-System ein neues Spielkonzept. Der Ex-Nationalspieler selbst tigerte aufgeregt und engagiert in seiner Coaching-Zone herum, dirigierte die Spieler und feuerte sie an. Die offensivere Ausrichtung im Mittelfeld zahlte sich aus. Die „Löwen“ setzten auch spielerische Akzente und kamen zu zahlreichen Möglichkeiten, vor allem in Person von Valdet Rama.

Der agile Außenstürmer agierte zunächst zu entschlossen (5.). Dann scheiterte er nach einem feinen Spielzug an Eintracht-Schlussmann Rafal Gikiewicz (19.). Schließlich zielte er daneben (22.). Fällig wäre das 1:0 nach 33 Minuten gewesen: Nach einem Freistoß von Daniel Adlung konnte Gikiewicz einen Kopfball von Sascha Mölders parieren, den Nachschuss knallte 1860-Kapitän Christopher Schindler an die Latte. „Wir hätten da schon das eine oder andere Tor machen können“, haderte Bierofka.

Rama bester Löwe! Bilder und Noten vom Krimi gegen Braunschweig

Auch die Gäste, bei denen Trainer Torsten Lieberknecht wegen einer Grippe mit Schüttelfrost auf der Bank fehlte, verzeichneten einen Aluminiumtreffer: Patrick Schönfeld traf den Pfosten (43.).

Als in der zweiten Spielhälfte Schneefall einsetzte, drängten die „Löwen“ weiter auf das Siegtor. Die Uhr tickte, und Bierofka hatte bei seinen Wechseln ein glückliches Händchen. Liendl schlug einen Eckball auf Okotie, der mit dem Kopf erfolgreich war. „Ich wollte mit Okotie und Liendl noch einen Impuls bringen. Das haben sie überragend gemacht“, lobte Bierofka das österreichische Duo.

Hier können Sie den Ticker noch mal nachlesen.

auch interessant

Meistgelesen

Nach Bayern-Attacken: Ex-Löwen-Funktionär greift Hoeneß an
Nach Bayern-Attacken: Ex-Löwen-Funktionär greift Hoeneß an
Ismaik: Neuer Trainer steht fest - das passiert mit Bierofka
Ismaik: Neuer Trainer steht fest - das passiert mit Bierofka
Löwen-Chaos geht weiter: Zwei Verwaltungsräte treten zurück
Löwen-Chaos geht weiter: Zwei Verwaltungsräte treten zurück
Ismaik: So entwickelte sich sein Verhältnis zu den Fans
Ismaik: So entwickelte sich sein Verhältnis zu den Fans

Kommentare