Ein großer Patzer macht den Unterschied

Bitter! Löwen verlieren in Überzahl daheim gegen Berlin 

+
Sascha Mölders und die Löwen verloren trotz Überzahl. 

München - Bitter für die Löwen! Gegen Union Berlin kassierte der TSV 1860 München die erste Heimniederlage der Saison. 

Es hätte so schön sein können: Mit einem hohen Heimsieg gegen Union Berlin wäre der TSV 1860 zum Oktoberfest-Start auf dem dritten Tabellenplatz gestanden. Und das auch noch unter den Augen von Investor Hasan Ismaik. Doch es kam alles anders für die Mannschaft von Costa Runjaic!

Jens Keller, Löwen-Aufstiegsheld in den Jahren 1993 und 1994, versaute den Münchnern den Wiesn-Auftakt. 1:2 verlor der TSV 1860 gestern. Und auch bei Ismaik lief es an diesem Abend nicht wirklich nach Plan: Wegen eines Unwetters saß der Jordanier am Londoner Flughafen fest. Erst ab der 60. Spielminute war er im Stadion. Zu diesem Zeitpunkt war auf dem Platz schon einiges geschehen.

Fünf Minuten waren erst gespielt, als sich Kenny Redondo mit viel Tempo am linken Strafraumeck gegen Fanol Perdedaj durchsetzte und den Ball scharf nach innen spielte. Jan Zimmermann konnte zur Seite abwehren, am zweiten Pfosten lauerte Steven Skrzybski und erzielte das 0:1. 120 Sekunden nach dem Gegentreffer hatte der TSV 1860 die große Chance zum Ausgleich. Sascha Mölders schlug nach einer scharfen Hereingabe nur ein Luftloch. Es war die einzige heraus gespielte Möglichkeit in den ersten 45 Minuten für die Blauen.

Da passte es ins Bild, dass der 1:1-Auslgeich nach einer Standardsituation fiel. Daniel Adlung schoss einen Freistoß in die Mauer und an die Hand von Unions bestem Torschützen Collin Quaner (fünf Ligatreffer). Michael Liendl versenkte den berechtigten Elfmeter. Den Münchnern merkte man bei diesem Spiel, anders als in Nürnberg, deutlich das Fehlen von Stefan Aigner an.

Der Ticker zum Nachlesen

Ein totalen Aussetzer hatte Milos Degenek in der 41. Minute: Er spielte einen Ball am Sechzehner viel zu kurz zu Jan Zimmermann zurück. Redondo sprintete dazwischen und schob zum 1:2 ein. „Wir haben in der ersten Hälfte zwei Geschenke verteilt“, sagte Runjaic über die beiden Gegentore. Seine Mannschaft habe es verpasst, kurz vor der Halbzeit das Tempo zu drosseln, um mit einem Unentschieden in die Kabine zu gehen. „Das ist eine Lernphase für uns“, so der Löwen-Trainer. Aufschwung gab seinem Team die Gelbrote Karte für Fabian Schönheim (53.) nach einem Trikot-Zupfer bei Mölders. Fortan dominierten die Löwen das Spiel. Dadurch ergaben sich zahlreiche Torchancen. Die besten hatten Maxi Wittek mit einem Pfosten-Knaller (60.) und der eingewechselte Levent Aycicek mit einem Schuss ans Außennetz (74.).

„Wir haben uns 37 Minuten in Unterzahl reingeschmissen und die Führung verteidigt. Dabei hat die Mannschaft viel Moral gezeigt, das macht mich stolz“, lobte Union-Trainer Keller. Für die Löwen beginnt die Wiesn also mit einem Fehlstart.

Löwen fangen sich Heimpleite gegen Union: Drei 5er und sechs 3er

Löwen fangen sich Heimpleite gegen Union: Drei 5er und sechs 3er

Manuel Bonke

auch interessant

Meistgelesen

Ticker zum Nachlesen: 1860 unterliegt in Bochum
Ticker zum Nachlesen: 1860 unterliegt in Bochum
Bierofka streicht Perdedaj und Degenek - Liendl in Bochum dabei
Bierofka streicht Perdedaj und Degenek - Liendl in Bochum dabei
Vorrunde für Boenisch beendet
Vorrunde für Boenisch beendet
1860 verliert - Bochums Siegtor ging Handspiel voraus
1860 verliert - Bochums Siegtor ging Handspiel voraus

Kommentare