Frust nach Niederlage gegen Union

Löwen hadern mit sich: "Zwei saudumme Gegentore"

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Sascha Mölders, Kosta Runjaic und Karim Matmour sind sichtlich frustriert. 

München - Spieler und Verantwortliche des TSV 1860 hadern mit der unglücklichen Heim-Niederlage gegen Union Berlin. Die Stimmen zum Spiel.

Das Thema Nummer eins bei den Löwen nach der Niederlage – wahrscheinlich auch bei Investor Hasan Ismaik auf der Tribüne - waren natürlich die beiden (ziemlich depperten muss man schon sagen) Gegentore. „Wir haben heute nicht gegen Union verloren, sondern gegen uns selbst“, stellte Michael Liendl fest. „Wir haben die Tore ja praktisch selber gemacht. Passieren uns diese beiden Böcke nicht, dann gewinnen wir 1:0. Und das hätten wir auch verdient gehabt.“

Klar, dass Degeneks schlimmer Patzer immer wieder zur Sprache kam. „So ein Fehler kann passieren, aber er darf nicht passieren“, sagte Liendl, und Sascha Mölders fügte hinzu: „Wir machen hier aber niemandem einen Vorwurf, denn wir hatten genügend Chancen, um das wettzumachen.“

Für Sportchef Thomas Eichin waren es „zwei saudumme Gegentore, aber solche Fehler wie von Degenek gibt’s eben im Fußball. Aber wir werden Milos jetzt wieder aufrichten.“

Aber auch Eichin hätte alles noch für reparabel gehalten nach den Missgeschicken von Perdedaj und eben Degenek: „Wir haben wieder in Überzahl gespielt, 35 Minuten lang, und da musst du halt mal auch einen reinmachen. Da muss mal einer reinflutschen.“

Was bleibt jetzt? Eichin: "Mund abputzen und ein bisschen ärgern, dann geht’s weiter. Ich habe ja nach dem Sieg in Nürnberg schon gesagt, dass das gegen Union kein Selbstläufer wird. Fakt ist aber auch, dass wir in der ersten Viertelstunde nicht da waren und viel zu nervös waren. Irgendwie hatte die Mannschaft da Angst vor dem Dreier.“

Aber dann, so fand ­Liendl, „haben wir ein gutes Spiel gemacht. Union hatte doch spielerisch fast nichts entgegenzusetzen.“ Kopf hoch heißt àlso die Devise. Auch bei Mölders: „Diese Niederlage wirft uns nicht zurück.“ 

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Claudius Meyer

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