Investor will investieren - aber so richtig

Löwen-Hammer! Ismaik kündigt großen Namen an

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Hasan Ismaik hat einen Geschäftsführer von einem der "größten Fußballvereine der Welt" angekündigt.

München - Investor Hasan Ismaik spart beim TSV 1860 München selten mit großen Ankündigungen. In einem Interview sprach er nun ausführlich über den neuen Geschäftsführer.

Hasan Ismaik ist seit dem Beginn seines Engagements bei den Löwen als Investor als Mann bekannt, der die Macht der großen Worte gerne nutzt. In seiner frühen Phase vor allem noch dazu, um ihm unliebsame Verantwortliche reihenweise abzusägen, seien es Präsidenten, sportliche Leiter, Geschäftsführer oder auch mal Trainer. In der jüngeren Vergangenheit ist er dagegen deutlich mehr auf Kuschelkurs gegangen. Neues Stadion, neue Spieler, Aufstieg. Die Ziele des Jordaniers sind klar definiert. Im Interview mit dem Kicker gab er nun einige Einblicke in eben diese.

In die derzeitige Leitung der Löwen mit Präsident Peter Cassalette, Sportchef Thomas Eichin und Trainer Kosta Runjaic habe er "vollstes Vertrauen". Er hofft, dass letzterer in Zukunft "gute Ergebnisse erzielen kann und künftig einer der größten Trainer wird." Darum musste er auch nicht überzeugt werden, für die Erstliga-Spieler Ivica Olic und Stefan Aigner ein wenig mehr zu investieren.

Ismaik: Neuer Geschäftsführer kommt von großem Klub

Auch beim neuen Geschäftsführer soll dieser Weg beschritten werden. Ob der Nachfolger von Markus Rejek ein ganz großer Name ist, darauf wird man wohl noch etwas warten müssen. "Ende dieses Jahres oder im ersten Quartal 2017" soll er an der Grünwalder Straße beginnen. Er wird laut Ismaik von einem der "größten Fußballklubs der Welt kommen."

Solche Worte lassen natürlich Raum für Spekulationen. Was definiert einen Verein als "groß"? Sind es die Mitglieder? Dann wären hier Benfica Lissabon und auch der lokale Konkurrent zu nennen. Geht es um die Tradition? Dann zieht demnächst vielleicht ein Manager aus Barcelona, Madrid, Manchester oder auch Dortmund an die Isar. Vor allem die Tradition muss wohl ein entscheidender Faktor in den Gesprächen gewesen sein, die Ismaik gemeinsam mit Präsi Cassalette führte. Denn als der noch unbekannte zukünftige Löwen-Geschäftsführer von der "Tradition des Klubs erfahren hat, war er sofort sehr begeistert." Wie die Homepage dieblaue24 erfahren haben will, soll er von einem Premier-League-Verein kommen.

Mit diesem soll dann auch der Weg zurück in die erste Bundesliga beschritten werden. Ob das noch in der laufenden Spielzeit stattfindet oder erst in zwei oder drei Jahren, ist für Ismaik offenbar nicht ganz so wichtig. Auch die finanziellen Defizite der Sechziger wird er in den kommenden Jahren vermutlich noch klaglos ausgleichen - solange die Marschrichtung stimmt.

Ismaik: Das ist der Stand beim Löwen-Stadion

Dazu gehört natürlich auch ein Projekt, bei dem jeder Fan der Blauen hellhörig wird: Es geht um ein eigenes Stadion. Bei der Frage hiernach bedankt sich Ismaik zunächst ausdrücklich beim Münchner OB Dieter Reiter. Und er verrät Details: "Uns wurde ein Grundstück in München-Riem angeboten, das ist allerdings für unsere Pläne zu klein." Denn die Örtlichkeit im Osten der Stadt reicht nur für eine Arena mit um die 25.000 Plätzen. Zu wenig für den Investor. Er will vielmehr eine Spielstätte für "52.000 Zuschauer und Parkplätze" errichten. Und natürlich auch mit blauen Sitzen.

Ein nicht ganz unwichtiger Knackpunkt dabei ist natürlich die Finanzierung. Denn obwohl die "Genehmigungen in Deutschland zwischen fünf und sieben Jahre" benötigen, hat Ismaik über den finanziellen Aspekt noch nicht genau nachgedacht.

Zudem hofft der Jordanier immer noch auf eine Aufweichung oder gar komplette Abschaffung der 50+1-Regel. Dann, so Ismaik, würde er den Geldhahn ganz weit aufdrehen und zu Sportchef Eichin und Trainer Runjaic sagen: "Jetzt kauft 1860 Stars."

bix

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