"Wir brauchen mehr Grund!"

Ismaik will mehr Fläche fürs geplante neue Löwen-Stadion

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Hasan Ismaik am Trainingsgelände.

München - Hasan Ismaik war am Wochenende in München zu Gast - und sprach dabei auch über die Stadion-Pläne. Die Sache mit dem Zoo sei ein Scherz gewesen. Ansonsten hat er große Ideen.

Ismaik hier, Ismaik da, Ismaik überall. Nach der 1:2-Niederlage der Löwen gegen Union Berlin, von der der Investor bzw. Hauptgesellschafter nur noch die letzte halbe Stunde mitbekommen hatte, weil sein Flieger aus London mit Verspätung in München gelandet war, ging es in die VIP-Lounge der Allianz Arena zum Händeschütteln und Small Talk. Zunächst mit den Meisterlöwen Peter Grosser, Hans Rebele, Hans Reich und Bernd Patzke. „Er wollte uns alle mal persönlich kennenlernen“, sagte Grosser. „Aber es war natürlich kein Rahmen, um bei den Gesprächen ins Detail zu gehen. Für mich wäre es sicherlich mal interessant, wenn wir uns länger mit ihm unterhalten würden.“

Anschließend stand Ismaik immer wieder für Selfies mit den Besuchern im Ehrengastbereich zur Verfügung, ehe er zur Mannschaft samt ihrer Familien stieß. Er umarmte die große Tochter von Sascha Mölders, erkundigte sich beim verletzten Stefan Aigner nach dessen Genesungsfortschritten und war bemüht, nach der Heimniederlage bloß keine Trauerstimmung aufkommen zu lassen. Das, was Ismaik hinterher auf seiner Facebookseite veröffentlichte, hat er auch den Spielern direkt nähergebracht: „Auch wenn wir heute 1:2 gegen Union Berlin verloren haben, habe ich eine bis zum Schluss leidenschaftlich kämpfende Mannschaft gesehen. Wir dürfen uns durch diesen kleinen Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen lassen. Ich bin mir sicher, dass unsere Löwen in der englischen Woche mit den Spielen gegen St. Pauli und Hannover wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.“

Am Samstag ging’s dann zusammen mit Präsident Peter Cassalette an die Grünwalder Straße, wo sich Ismaik ein Bild von den Trainingsplätzen machte, die dank seiner finanziellen Unterstützung – man spricht von rund zweieinhalb Millionen Euro – repariert bzw. auf Vordermann gebracht wurden. Alles bestens so weit, Grund zum Klagen, wie in früheren Jahren so häufig, gab es nicht. „Das ist schon sensationell“, schmunzelte Cassalette. „Es gibt fast keine Probleme mehr bei uns.“

Hasan Ismaik besucht das Trainingsgelände der Löwen

Hasan Ismaik besucht das Trainingsgelände der Löwen

Auch das anschließende, rund eineinhalb Stunden lange Beisammensein mit vierzig Fans im dritten Stock der Geschäftsstelle verlief harmonisch. Im Mittelpunkt stand natürlich der geplante Stadionneubau in Riem. Ismaik teilte mit, dass das derzeit ins Auge gefasst Grundstücke nicht ausreiche. Wegen des Löwenzoos, wollte einer wissen. Ismaik lachte und schüttelte den Kopf: „Nein, nein, das war damals ein Scherz von mir. Es gibt keinen Zoo. Aber ich will noch Grund dazuerwerben, weil wir ein Stadion mit 50 000 Personen Fassungsvermögen bauen wollen. Da müssen wir jetzt mit der Stadt verhandeln.“ Auch etwaigen weiteren Verstärkungen in der Wintertransferperiode stünde er positiv gegenüber. Ismaik: „Wenn der Trainer oder der Sportchef Bedarf anmelden, dann stehe ich bereit.“

Händeschütteln und eine Niederlage: Ismaik in München

Händeschütteln und eine Niederlage: Ismaik in München

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