Nächster Tiefschlag gegen Düsseldorf

"Nicht zweitligatauglich" - Löwen finden klare Worte

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Haben wenig Gutes gesehen: Sportchef Thomas Eichin (l.) und Trainer Kosta Runjaic finden nach der Löwen-Pleite gegen Düsseldorf klare Worte.

München - Bei den Blauen braut sich einiges zusammen. Trainer Kosta Runjaic geht mit seinen Spielern hart ins Gericht. Sportchef Thomas Eichin will sich nicht zum Coach äußern. 

Die Talfahrt des TSV 1860 München in der 2. Fußball-Bundesliga nimmt dramatische Formen an. Die Löwen verloren am Sonntag ihr Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf verdient mit 1:3 (0:3). "Die erste Halbzeit war für mich schockierend", erklärte Sportchef Thomas Eichin, der durchgreifen will: "Das geht so nicht, das werde ich so nicht hinnehmen, dafür ist das zu wichtig hier."

Der Druck auf Trainer Kosta Runjaic nimmt nach nur einem Punkt aus den vergangenen fünf sieglosen Spielen zu. "In der ersten Halbzeit waren wir nicht zweitligatauglich", urteilte Runjaic. Eichin wich aus: "Ich spreche grundsätzlich in einer Krisensituation nicht über den Trainer. Das bringt nichts", sagte der verärgerte Manager.

Die Tore für die Düsseldorfer erzielten Rouwen Hennings (6. Minute), Ihlas Bebou per Foulelfmeter (25.) sowie Marcel Sobottka (36.). Michael Liendl konnte nach der Pause ebenfalls einen Strafstoß für 1860 verwandeln (81.). Düsseldorfs Innenverteidiger Kevin Akpoguma sah für das Foul an Stefan Mugosa die Gelb-Rote Karte (80.).

1860 verliert gegen Düsseldorf: Ein Sechser, sechs Fünfer

Liendl will nichts von Abstiegskampf wissen

Die Fortuna etabliert sich unter dem ehemaligen 1860-Coach Friedhelm Funkel mit dem ersten Auswärtssieg in der oberen Tabellenhälfte. Die Löwen müssen sich dagegen in der aktuellen Verfassung im dritten Jahr nacheinander auf Abstiegskampf einstellen. Allerdings wiegelte Torschütze Liendl noch ab: "Abstiegskampf? Ich denke, dass es dafür zu früh ist." Entscheidend sei, endlich die Fehlerquote zu senken. Eichin stellte schonungslos fest, dass die vielen Ausfälle wie der von Kapitän Stefan Aigner qualitativ nicht aufzufangen seien.

Das Unheil für 1860 bahnte sich gleich nach dem Anpfiff an. Schon in der ersten Minute musste Torwart Jan Zimmermann gegen Hennings das 0:1 verhindern. Im zweiten Versuch war der Stürmer dann nach Flanke von Axel Bellinghausen erfolgreich. Den Sechzigern unterliefen Fehler am Fließband. Die Verunsicherung erfasste alle Spieler. Karim Matmour hielt beim Elfmeter Robin Bormuth fest, Bebou verwandelte sicher.

Bülow patzt mehrfach

Der für den verletzten Neuzugang Sebastian Boenisch in der Innenverteidigung aufgebotene Routinier Kai Bülow patzte nicht nur vor dem dritten Gegentreffer von Sobottka. Kurz zuvor hatte Torwart Zimmermann gegen den Schützen das 0:3 noch verhindern können (30.).

Offensiv ging bei 1860 auch wenig. Nach einem Ballverlust von Adam Bodzek scheiterte Sascha Möders an Torwart Michael Rensing (20.). Der eingewechselte Brasilianer Victor Andrade sorgte nach der Pause für etwas Schwung. Rodnei sorgte anstelle von Bülow für mehr defensive Stabilität. Das 1:3 von Liendl fiel zu spät.

Hier gibt's das Spiel zum Nachlesen im Ticker.

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dpa

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