Sportdirektor vor dem Auswärtsspiel

Kreuzer: "Wir wollen Leipzig eins auswischen"

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1860-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

München - Vor dem schweren Auswärtsspiel in Leipzig spricht 1860-Sportdirektor Oliver Kreuzer in einem Interview über die neu gewonnene Stärke nach Standards und das Ziel, den Leipzigern "eins auszuwischen".

Durch die drei Siege in Serie gegen Fortuna Düsseldorf, den 1. FC Kaiserslautern und den SV Sandhausen haben sich die Löwen binnen sechs Tagen schlagartig eine gute Ausgangsposition für die verbleibenden neun Spiele im Abstiegskampf erarbeitet. Von der Untergangsstimmung nach der Niederlage Mitte Februar bei Union Berlin ist in diesen Tagen an der Grünwalder Straße 114 nichts mehr zu spüren. Auch Sportdirektor Oliver Kreuzer ist vom aktuellen Lauf der Löwen beeindruckt, warnt in der Bild aber auch gleichzeitig vor verfrühter Euphorie. Denn: "Das waren drei Siege dank kämpferischer Leistung und guter Mentalität, keine klaren Angelegenheiten. Die Spieler wissen, es ist noch viel Luft nach oben. Speziell im fußballerischen Bereich." 

Die neue Standard-Stärke, Kreuzers ausdrücklicher Wunsch und erklärtes Ziel in der Winterpause, weiß allerdings schon jetzt zu überzeugen. "Ich habe immer gesagt: Standards müssen für uns eine Waffe werden. Der Gegner muss zittern und wissen, wenn es für uns Freistoß oder Eckball gibt, dann herrscht Alarmstufe Rot. Es ist sensationell, dass es so gekommen ist", meint Kreuzer und lobt in diesem Zusammenhang vor allem Michael Liendl, der an sieben der letzten acht Löwentreffer direkt beteiligt gewesen ist. "Er spielt überragend stehende Bälle und hat einen feinen linken Fuß - aber auch er kann noch zulegen."

So schnell gibt sich der Sportdirektor also nicht zufrieden, vor allem, da am Sonntag das schwere Auswärtsspiel bei Spitzenreiter RB Leipzig ansteht und die Löwen auf einige ihrer Spieler, unter anderem wohl auch auf Kai Bülöw, verzichten müssen. Von Segel streichen will Kreuzer allerdings nichts wissen, schließlich gäbe es nichts "Schöneres als mit drei Siegen zum Tabellenführer zu fahren". Der Respekt vor Leipzig ist da, Angst allerdings nicht. "Wir wollen denen eins auswischen, jeder Spieler muss sich sagen: Wir können auch in Leipzig gewinnen. Sie sollen sich auf das Spiel freuen."

ep

Erik Petersen

Erik Petersen

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