Löwenboss baut erneut auf seinen Kapitän

Cassalette verrät: So kam der Aigner-Transfer zustande

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1860-Kapitän Stefan Aigner.

München - Am Samstag tritt der TSV 1860 München beim Karlsruher SC an. Im Vorfeld der Partie verrät Löwen-Präsident Cassalette der tz, wie der Transfer von Kapitän Stefan Aigner zustande kam und wie wichtig der 29-Jährige ist.

Was die Löwen am Samstag im Karlsruher Wildparkstadion erwartet, kann Peter Cassalette durchaus nachempfinden: Brütende Hitze bei 35 Grad im Schatten - nur auf dem Platz ist keiner - für den Löwenpräsidenten derzeit Alltag. Angenehmer Alltag. Noch eine Woche urlaubt Cassalette in der Toskana und genießt dort am Strand die Sonne. "Herrlich", sagte er gestern zur tz, "zehn Meter zum Meer und in der anderen Richtung zehn Meter zur nächsten Wirtschaft…".

Da haben Löwen am Samstag ganz andere Distanzen zu überwinden: Rund 50 Meter zum einen Tor und die gleiche Strecke zum anderen. Und das, wenn irgendwie möglich bei den Temperaturen, bitteschön im höchstem Tempo. Cassalette wird die Anstrengungen seiner Spieler am Samstag im Hotel am Laptop per Livestream verfolgen. Und sein Augenmerk natürlich wieder besonders auf einen Spieler richten: Stefan Aigner. "Ohne ihn würde uns wirklich was abgehen", sagt der Löwenboss.

"Da hast du deinen Aigner. Bist du jetzt glücklich?"

Und ist immer noch heilfroh, dass der Transfer vor gut drei Wochen hingehauen hat. "Ich war damals ja gerade in Abu Dhabi bei Hasan Ismaik, und von München aus verhandelte unsere sportliche Leitung mit Eintracht Frankfurt über die Ablösesumme. Es zog sich ein paar Tage und die Möglichkeit drohte auch, dass die Verpflichtung von Stefan nicht klappen würde. Irgendwann habe ich zu Ismaik um halb zwei in der Früh gesagt: Also hunderttausend Euro hin oder her - lass’ uns das jetzt machen. Und dann hat er zugestimmt und gesagt: 'Da hast du deinen Aigner. Bist du jetzt glücklich?'"

Nicht auszudenken, hätte Ismaik damals "No" gesagt. Denn Aigner macht einfach den Unterschied beim TSV 1860. An allen drei Pflichtspieltoren in der bisherigen Saison war der 29-jährige Kapitän der Löwen beteiligt. Zwei hat er selbst geschossen und eins wunderbar vorbereitet. Und nach jedem Treffer erhielt Ismaik von Cassalette sofort eine SMS mit nur einem Wort: "Aigner". "Zuletzt sogar mit fünf Ausrufezeichen", erzählt der Präsident schmunzelnd.

1860 verbessert sich von Spiel zu Spiel

Am Samstagnachmittag will Cassalette erneut Erfolgsmeldungen nach Abu Dhabi simsen. Auch wenn er durchaus ein wenig Bammel vor der Partie hat. "Vielleicht bin ich schon mit einem Unentschieden zufrieden", sagt der 63-Jährige, der andererseits auf die positive Entwicklung setzt: "Gegen Bielefeld waren wir besser als in Fürth - gut, das war jetzt nicht besonders schwer - und im Pokal gegen Karlsruhe besser als gegen Bielefeld."

In allen Spielen war Ilie Sanchez nicht dabei. Der Spanier und die Löwen haben sich jetzt darauf geeinigt, den noch bis Juni 2017 laufenden Vertrag aufzulösen. Damit sind alle drei Barcelona-B-Spieler, die der frühere Sportchef Gerhard Poschner vor zwei Jahren verpflichtet hat, endlich von der Gehaltsliste.

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