Auf der Auswärtsfahrt 

Unverbesserliche Löwen-Fans randalierten im Zug nach Stuttgart 

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Daneben benommen: Einige Löwen-Anhänger schossen im Zuge der Auswärtsreise nach Stuttgart über das Ziel hinaus. 

München - Die Löwen-Fans sorgen im Moment für Negativ-Schlagzeilen. Wie unsere Online-Redaktion erfuhr, gab es im Rahmen des Stuttgart-Gastspiels weitere Zwischenfälle. 

Die sportliche Krise beim TSV 1860 München nimmt immer bedrohlichere Züge an. Nach einem verheißungsvollen Start ist man an der Grünwalderstraße wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. 10 Spiele, 6 Niederlagen, 8 Punkte, Platz 16 - so sieht die momentane Löwen-Realität aus. Doch nicht nur in sportlicher Hinsicht mangelt es dem Verein derzeit an Souveränität. Auch auf der Tribüne mehren sich die Zwischenfälle, die den Club in einem schlechten Licht dastehen lassen: Kurvenboykott, Bengalo-Zündler, Spielunterbrechung - die Liste der Verfehlungen ist lang. 

Diebstahl, Verunreinigung, Missachtung des Rauchverbots 

Nun gibt es nach Informationen unserer Online-Redaktion einen weiteren Zwischenfall. So teilte die Deutsche Bahn auf Anfrage mit, dass Löwen-Fans im Zuge der Auswärtsfahrt zum Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart am vergangenen Freitag einen ICE so stark verunreinigten, dass dieser in Manheim nicht mehr benutzbar war und ausgesetzt werden musste. Doch damit nicht genug: Auch auf der Rückfahrt - die von der Bundespolizei begleitet wurde - kam es zu starken Verunreinigungen, zudem wurde gegen das Rauchverbot verstoßen und zwei Nothämmer gestohlen. Auskunft über die Zahl der Täter konnte die Bahn nicht geben. Das gilt auch für die getätigten Maßnahmen bzw. Strafen. 

Vom TSV 1860 München ist noch keine Stellungnahme bekannt. Allerdings war Sportchef Thomas Eichin bereits nach dem Stuttgart-Gastspiel (1:2, Anm. d. Red.) mit Teilen der eigenen Anhängerschaft hart ins Gericht gegangen. „Ich hab da langsam kein Verständnis mehr für“, wetterte er gegen den erneuten Pyro-Missbrauch. Die verantwortlichen Fans hätten mit der Aktion „alles durcheinander gebracht“ und dafür gesorgt, dass der Verein wieder „eine Schweinekohle“ für den Vorfall bezahlen muss. 

Anhängerschaft gegen Würzburg auf dem Prüfstand 

Nun also das erneute Fehlverhalten. Übrigens in einer Zeit, in der laut Bundespolizei die Straftaten im Zusammenhang mit dem Fußball-Fanreiseverkehr kontinuierlich sinken. In der vergangene Saison ist der Wert beispielsweise um knapp 30 Prozent auf gut 1.600 Straftaten zurückgegangen. Dass es aber immer noch einige Unverbesserliche gibt, beweisen die Vorkommnisse vom Freitag eindrucksvoll. 

Bleibt also zu hoffen, dass die Löwen-Fans sich im heutigen DFB-Pokalspiel in Würzburg ein wenig gesitteter verhalten. Denn das Traurige ist ja: Durch die negativen Vorkommnisse rund um das Spiel wurde eine großartige Supporter-Leistung (Eichin: „Ich finde es toll, dass hier 5000 Fans herfahren und uns unterstützen. Sie haben auch heute wieder den richtigen Ton getroffen“) wieder zur Nebensache. Somit haben die Ultras nicht nur dem Verein, sondern auch sich selbst geschadet. Es bleibt dabei: Team UND Fans haben gegen Würzburg etwas gut zu machen. 

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lpr

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