1860-Manager verspricht etwas

Eichin will Harmonie mit Ismaik – und schnell neue Spieler

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Thomas Eichin.

München - Eines hat Neu-Löwe Thomas Eichin bereits verinnerlicht: Große Reden zu schwingen, ist beim TSV 1860 nach Jahren der heißen Luft und kalten Duschen nicht der klügste Rat zum Einstand.

„Es genügt nicht, über das Potenzial zu sprechen“, sagte der neue Manager folgerichtig bei seiner Vorstellung am Montag. „Man muss die Dinge auch umsetzen.“ So schaut’s aus beim von Visionen geplagten Zweitligisten. Und ein Blick auf den Trainingsplatz sollte genügen, um zu erkennen, was vor allem umgesetzt werden muss in den nächsten Wochen. Eichins Versprechen: „Es wird rund um die Uhr gearbeitet, um eine Mannschaft zusammenzustellen. Wir müssen schnell Maßnahmen ergreifen, damit wir am 5. August gut gewappnet in die neue Saison starten können.“ 

Erstes Ziel sei, „dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben“. Das mittelfristige Ziel, wieder nach oben zu kommen, lasse sich ohnehin „nicht in einen Dreijahresplan pressen“. Vor allem in keinen von bisheriger Qualität. Auch deshalb dürfte die Wahl der Löwen auf Thomas Eichin gefallen sein. Für den 49-Jährigen ist die Zusammenarbeit mit Investoren kein Neuland. 

„Ich bin das gewohnt aus meiner Zeit bei den Kölner Haien.“ Damals, 2010, war es eine Investorengruppe um den Koblenzer Unternehmer Frank Gotthardt, die den Fortbestand des Kölner Eishockey-Klubs sicherte. Bei 1860 ist es Ismaik, der das Licht bei den Profis brennen lässt. Wenn auch – nach wiederholtem und mitverschuldeten Misserfolg – auf Sparflamme. Eichins Aufgabe wird folglich auch darin bestehen, zwischen den Planeten Giesing und Abu Dhabi zu vermitteln. „Ich sehe mich ganz klar als Moderator“, sagte er am Montag. 

„Ich finde es sehr interessant, hier das Beste herauszuholen.“ Und möglichst Gutes heranzuholen. Eichins Ansage: „Ich kenne 1860 sehr gut. Ich habe wegen Levent Aycicek (Bremens Leihgabe, d. Red.) fast jedes Spiel der Löwen gesehen. Wir werden sicherlich die ein oder andere Stelle verbessern.“ Als erster Zugang soll das brasilianische Außenstürmer-Talent Victor Andrade (20) auf Leihbasis von Benfica Lissabon kommen. 

 „Andrade ist ein guter Spieler, wir müssen schauen, ob es passt”, so Eichin. Glückwünsche zur Manager-Wahl gab’s auch von Ex-Vizepräsident Peter Helfer. „Ich denke, dass Eichin schon aufräumen wird“, sagte er dem Münchner Merkur. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er sich von Hasan reinreden lässt – und man weiß ja, was dann passiert.“ 

lk

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